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Der „Schwarze Freitag“ - der 25. Oktober 1929 – ist in die Geschichtsbücher eingegangen als der Tag, an dem die Weltwirtschaft aus den Fugen geriet. Als an der New Yorker Börse die Aktienkurse ins Bodenlose sanken, sahen sich Banken, Anleger und Unternehmen unglaublichen finanziellen Verlusten gegenüber, die zu gravierenden volkswirtschaftlichen Problemen in sämtlichen Industrienationen der Welt führten. Was in den Vereinigten Staaten von Amerika begann, weitete sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise aus.
In der Folge dieser Krise kam es auch in Deutschland zu Bankzusammenbrüchen, Firmenschließungen und Massenarbeitslosigkeit. Die Massenarbeitslosigkeit führte zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten und veränderte damit auch die politischen Verhältnisse in Deutschland.
Im Herbst 2008 musste die bekannte US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers geschlossen werden, und die Geschichte schien sich zu wiederholen. Wieder begann die Krise an der Wall Street in New York und wieder fielen weltweit die Aktienkurse. Die Industrienationen stehen einer neuen Weltwirtschaftskrise gegenüber, deren Ausmaß gegenwärtig nicht zu übersehen ist.
Weltweit versuchen Regierungen durch Unterstützungsmaßnahmen den Zusammenbruch ihrer Volkswirtschaften zu vermeiden. Darüber hinaus fordern sie strenge Regulierungen der Finanzbranche.
In Deutschland kommt es zu Firmenschließungen und hoher Arbeitslosigkeit, die z. T. ganze Regionen betreffen (s. die Schließung von Quelle in Fürth). Die Regierung versucht z. B. mit Abwrackprämien, Kurzarbeitergeld, Kreditbürgschaften, Verstaatlichungen von Unternehmen und Stützkäufe die deutsche Wirtschaft vor einem Zusammenbruch zu bewahren.
Die WissensZeit beschäftigt sich in dieser Woche mit den Ursachen und Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung von 1929 in „Der große Crash – Die Wirtschaftskrise von 1929 in Deutschland“ und gibt einen Einblick in Hintergründe und Ursachen in „Wie entsteht eine Finanzkrise“. Gleichzeitig portraitiert die WissensZeit Unternehmer, die versuchen, der gegenwärtigen Situation zu trotzen: „Unternehmer meistern die Krise“.
Finanzinvestoren sind nicht per Definition Heuschrecken, wie sie Franz Müntefering einmal genannt hat. Es gibt sie auch, die Investoren mit Gewissen, wie sie in „Sauberer Profit – Investieren mit sozialem Gewinn“ gezeigt werden.
Welche Auswirkungen Konkurs und Arbeitslosigkeit auf Unternehmen, ihre Angestellten, aber auch auf deren Familien haben können, zeigen die beiden Filme „Wenn der Arbeitgeber pleite geht“ und „Haste was, biste was“.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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