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Buddy Bear international, Quelle Jutta chiller/rbb

19.04. - 23.04.2010, 12:30 Uhr

Integration II

Im Jahr 2008 befanden sich nach einem Bericht des UN-Flüchtlingswerks UNHCR weltweit 42 Millionen Menschen auf der Flucht. Die größte Gruppe, 26 Millionen, waren Binnenvertriebene, Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes als Folge von innerstaatlichen Auseinandersetzungen geflüchtet sind. 15,2 Millionen Flüchtlinge haben ihr Heimatland verlassen, um in anderen Ländern Unterkunft zu finden. Rund 827.000 Menschen haben 2008 um Asyl nachgesucht.

Im internationalen Recht wird ein Flüchtling als eine Person definiert, die aus begründeter Furcht, wegen eines Krieges oder aufgrund eines innerstaatlichen Konflikts aus ihrem Land geflohen ist.

Angst um Leib und Seele, Angst um Zerstörung der Lebensgrundlage, Angst vor Repressalien – die Liste der Gründe für die Flucht ist lang, und kaum ein Mensch macht sich die Entscheidung, seine Heimat zu verlassen, leicht. Die Flüchtlinge nehmen häufig unglaubliche körperliche Strapazen auf sich, um z. B. über das Meer von Afrika nach Spanien oder Italien zu gelangen. Wenn ihnen in ihren oft unzureichend ausgerüsteten Booten die Überfahrt geglückt ist, werden sie nicht unbedingt mit offenen Armen aufgenommen.

Wie aus einem Bericht des ARD-Hörfunkkorrespondenten aus Rom vom 03.02.2010 hervorgeht,  ist die Situation z. B. in italienischen Flüchtlingslagern menschenunwürdig. Bis zu 12 Menschen leben über Monate in primitivsten hygienischen Verhältnissen in nur 25 Quadratmeter großen Wohncontainern.

Viele Flüchtlinge wünschen sich ein menschwürdiges Leben in gesichertem persönlichen und wirtschaftlichen Umfeld.

Die WissensZeit erzählt in dieser Woche über Menschen, die ein neues Leben fern ihrer Ursprungsheimat begonnen haben „Heimat in der Fremde“ portraitiert Menschen, die vor Bürgerkrieg, Naturkatastrophen oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen aus ihren Heimatländern geflohen sind. Die Schwierigkeiten, die Flüchtlinge in ihrer neuen Umgebung zu bewältigen haben, zeigt die Reportage „Fern der Heimat – Flüchtlingskinder in Berlin“. „Deutscher Pass – Russische Seele“ - Kinder von Spätaussiedlern wollen sich integrieren, aber ihre Herkunft auch nicht verleugnen.

Dieser Text gibt den Sachstand vom wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

UNHCR

UNHCR ist das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen und ist für Schutz und Unterstützung von Flüchtlingen in aller Welt zuständig. 

www.unhcr.de

Uno-Flüchtlingshilfe

Als selbstlos tätiger Verein fördert die UNO-Flüchtlingshilfe mit Sitz in Bonn seit 1980 Hilfsprojekte für Flüchtlinge im In- und Ausland 

www.uno-fluechtlingshilfe.de

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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