96 Stunden -
Am Abend hat Ingolf Schirm noch gemütlich vor dem Fernseher gesessen, bis er den 96Stunden-Aufruf in zibb gesehen hat. Pünktlich um 7 Uhr steht er am Donnerstagmorgen auf der Baustelle in Jamlitz. "Wo kann ich helfen?" Gute Frage. Denn es gibt an jeder Ecke noch viel zu tun.
Ingolf Schirm ist ein echter Alleskönner. Er kann sich hier sozusagen die Arbeit aussuchen. Lieber mauern, malern oder putzen? Ingolf greift sofort zur Säge und sägt Holzbalken zurecht. Die sind wichtig und dienen als Halterung für die Deckenplatten.
Auf der Baustelle geht's heute drunter und drüber. Hier ist jeder irgendwie ein echter Alleskönner. Denn die Maler tauschen auch mal den Pinsel gegen den Hammer und unterstützen zusammen den Fliesenleger beim Platten nageln.
Stefan Müller ist heute mit seinem Team aus Frankfurt/Oder gekommen und wollten eigentlich Fliesen verlegen. Doch daran ist im Moment auf der 96Stunden Baustelle noch nicht zu denken. Erstmal müssen andere Dinge erledigt werden. Eins nach dem anderen. Schritt für Schritt. Platte für Platte. Viele Helfer arbeiten Tag und Nacht auf dem alten Bahnhof seit Beginn der 96Stunden-Aktion. "Mit viel Kaffee übersteht man das ..."
Die Frauen aus Jamlitz kümmern sich darum, dass immer frischer Kaffee da steht und auch ein warmes Mittagessen. Und was ihnen besonders wichtig ist: gegessen wird gemeinsam. Punkt 12Uhr wird ganz laut in jeden Raum gerufen: "Mittag" und wer dann immer noch arbeitet, wird noch mal ans Mittag erinnert, solange bis alle an einem Tisch sitzen. Da kann man sich dann mal austauschen und gegenseitig Mut zusprechen oder auch einfach mal kurz die Ruhe genießen. Denn dann gehts auch schon weiter.
Beitrag von Bettina Hanke









