96 Stunden -
Starker Wind weht durch die Bäume am Bahnhof Jamlitz. Es ist grau und die Sonne versteckt sich hinter den Wolken. Es riecht nach Malerfarbe und Baustaub. Das Bohren der Hammer und Pressluftbohrer dröhnt durch die Räume.
Laut, ungemütlich und kühl ist es hier. Fast so wie die Stimmung auf der Baustelle. Man weiß gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. Viele brauchen wieder Motivation, nachdem sie die Nachtschichten auf der Baustelle hinter sich haben. Es stehen noch unzählige Platten rum, die an die Decke müssen. Der Putz ist noch in den Eimern und nicht an den Wänden und die Neuen Waschbecken liegen gestapelt im Gang und sind nicht angeschlossen im Waschraum. Auch die Fliesen haben nicht ihren richtigen Platz gefunden, sie lagern noch in der Ecke. Die Helfer klotzen ran. Sie geben nicht auf. Sie wollen es schaffen. Noch haben sie ja paar Stunden Zeit. Zeit die sie nutzen wollen. Aber es ist einfach noch viel zu viel zu tun.
Zwischen dem ganzen Trubel baut die Firma Stahl-und Treppenbau Kuhla GmbH ganz in Ruhe eine Treppe ein.
Es war eine Knappe Kiste. Es wurden viele Hebel in Bewegung gesetzt. Viele, aber leider nicht genug. Die 96 Stunden sind um und wir haben es diesmal nicht geschafft. Enttäuschte Gesichter. Aber auch Optimismus macht sich breit, denn viele Firmen und Helfer haben versprochen nach der 96Stunden-Aktion den Bahnhof für den Verein KARUNA e.V. fertig zu bauen. Das hebt die Stimmung und alle lassen den Abend zusammen ausklingen.
Beitrag von Bettina Hanke










