96 Stunden -
Die 96Stunden Baustelle in Berlin Moabit hat eine kleine Besonderheit. Denn eigentlich sind es zwei Projekte. Wir haben zum einen den Chorsaal und zum anderen den Bereich der Theatergruppe. Eine Gemeinsamkeit haben allerdings beide: Es muss viel getan werden.
Die Räume laden noch nicht ganz zum Singen, Theater spielen oder Zuschauen ein. Es ist alles ziemlich provisorisch eingerichtet und altersbedingt kaputt. Es gibt nicht mal eine ordentliche Toilette und die Bühne hat ein Loch. Die Zuschauer sitzen auf kleinen harten Holzstühlen und wenn der Chor nebenan zur selben Zeit probt, hört man das leider sehr genau. In 96Stunden soll alles anders sein.
Gestern Abend ging es los, die ersten Wände sind gefallen. Das ist nicht nur Männerarbeit, beweist Kathrin Henning. Mit einem Hammer in der Hand reißt sie die Wand im Chorsaal ein. Denn der Lagerraum muss versetzt werden. Das ist ganz schön laut, wie überall. Denn gleich nebenan ist die Theathergruppe damit beschäftigt, in die Außenwand ein Loch zu stampfen: für eine Außentür, die behindertengerecht ist.
Darüber hat sich Andreas Imhoff von "roomlab" natürlich informiert. Der Umgang mit der Lautstärke ist sein Beruf. Er gibt gute Ratschläge zur Verbesserung der Raumakustik. Nur momentan ist das ziemlich schwierig. Zu hören sind nur typische Baustellengeräusche: sägen, hämmern, schleifen, reißen, fluchen oder auch mal lachen. Andreas Imhoff misst aber nicht diese Geräusche. Er versucht einen Weg zu finden, dass sich der Chor und das Theater während gemeinsamer Proben nicht gegenseitig stören. Sie proben sozusagen Tür an Tür. Eine spezielle Schallschutztür könnte das Problem eventuell lösen.
Wir brauchen viele Helfer. Die Herrausforderung ist groß und die Zeit bekanntlich knapp. 2 Projekte und nur 96 Stunden Zeit?










