Donnerstag - Der dritte Tag -
Ein ungewöhnlicher Transporter rollt auf die 96Stunden-Baustelle in Hennickendorf. Es ist ein auffällig bunt lackiertes Auto mit dem Schriftzug "Stichtag Tattoo". Zwei nette Damen steigen aus dem Wagen. Aber wer von den Johannitern will auf der Baustelle tätowiert werden?
Birgit, die Chefin von "Stichtag Tattoo", ist heute allerdings nicht zum Stechen, sondern zum Malen da. Zusammen mit ihrem Lehrling Anne verschönert sie die Fassade der neuen Leitzentrale mit einem großen Bild. 5 Hunde sind darauf zu erkennen. Das wird ein echter Hingucker auf der Fassade der neuen Johanniter-Einsatzzentrale. Innen ist viel zu hören, aber nichts zu sehen. Das liegt an der dicken Nebelwolke, die durch das Abschleifen der alten hartnäckigen Ölfarbe entsteht. Im neuen Schulungsraum beginnen die Maler zu tapezieren. Und im Toilettenbereich gehts auch voran. Die Rigipswände sind drin, jetzt könnten die Fliesen an die Wand - aber welche? Es hat sich immer noch kein Spender gefunden, dafür haben sich zwei Fliesenleger gemeldet. Die beiden könnten jetzt loslegen.
Ein Waschbecken und ein WC fehlen auch noch. Uns rennt die Zeit davon - auch auf dem Trainingsplatz. Dort schnuppern neugierig die Rettungshunde an den neuen Übungsgeräten. Auch ein unterirdischer Tunnel und ein Trümmerhaufen wurden von den Helfern gebaut. Aber eingezäunt ist der Platz immer noch nicht. Viele neue Holzgeräte müssen auch noch aufgebaut werden. Morgen ist der letzte Tag der 96Stunden Woche und es ist noch viel zu viel zu tun.
Beitrag von Bettina Hanke









