Traktor (Quelle: rbb)

Dienstag - Der erste Tag - Der Knall und die Herren in grau

Am frühen Vormittag in Hennickendorf bei der Rettungshundestaffel. Es ist laut. Überall hört man Stimmen, Bagger, Baumaschinen und dann plötzlich: ein lauter Knall. Eine riesige Staubwolke steigt aus der zukünftigen Einsatzzentrale der Johanniter. Männer mit schlohweißen Haaren und aschfahler Haut kämpfen sich durch die Nebelwand.

Aber die Männer sind nicht so alt, wie es in dem Moment rüber kommt. Einmal kräftig schütteln und sie sehen wieder aus wie 30. Doch woher kam der Knall? Der Wandabriss wurde erfolgreich durchgeführt. Der zukünftige Schulungsraum ist jetzt groß genug. Hier sollen die neuen Hundeführer ausgebildet werden und jene, die eine Prüfung schon erfolgreich bestanden haben, ihr Wissen auffrischen können. Schulungen wie Sanitäts- und Funklehrgänge, sowie der Umgang mit Karte und Kompass stehen auf dem Stundenplan. Am wichtigsten sind aber Erste-Hilfe-Kurse am Hund und die Lehre vom Hund.

Am Dienstag zeigte sich also der erste kleine sichtbare Erfolg und es wird Zeit sich bei einem Kaffee und einem Brötchen auszutauschen, wie es weiter gehen soll. Denn noch fehlt viel Material. Das Versorgungszelt ist draußen aufgeschlagen worden. Genau zwischen dem zukünftigen Hundeplatz und der Leitstelle. Beim ersten Bissen vom Brötchen, fällt auch draußen sofort eine Veränderung auf.

Viele Helfer sind auf der Wiese beschäftigt. Der große Wunsch der Johanniter ist, dass da bis Freitag ein eingezäunter Trainingsplatz für die Hunde entstehen soll. Herumliegendes Gerümpel wie Schrott, Ölfässer, Betonreste und Baumstämme sammeln Helfer von der deutschen Lebensrettungsgesellschaft ab. Jetzt kann das Feld freigegeben werden. Bauer Lindemann kommt mit 30 PS unterm Hintern auf die Baustelle getuckert. Er will mit seinem Trecker die 3000qm große Wiese mähen.

Die Rettungshunde beobachten auch aufmerksam das Treiben. Neugierig blicken sie jeden an, der kommt. So wie das nette Ehepaar Marter. Sie schauen jede 96-Stunden Sendung und freuen sich, dieses Mal helfen zu können. Sie kommen aus Zossen und haben fünf Rollen Tapete mitgebracht. Aber es muss noch viel passieren, bevor die Tapete an die Wand kommen kann. Ist das überhaupt alles bis Freitag machbar?

Beitrag von Bettina Hanke

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