Eingangsbereich des "Urban Spree", Quelle: rbb

Angesagt - Im "Urban Spree" im Friedrichshain

Berlin hat einen letzten innerstädtischen Freiraum, der bisher von Investoren verschont blieb: das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk im Friedrichshain. Wir waren auf dem RAW-Gelände nachts unterwegs und haben einen Laden gefunden, der wirklich angesagt ist.  

Auf dem RAW-Gelände wird regelmäßig gefeiert. Im "Urban Spree", gleich an der Ecke Warschauer/Revaler Straße, steht während unseres Besuchs eine japanische Party an. Ausgedacht hat sich das ein Japaner, der vor fünf Jahren als Marketingexperte nach Berlin kam und hier zum DJ wurde.

Natürlich gibt es dazu japanisches Essen. Hier sind es Tako Yakis - Tintenfischbällchen.

Das "Urban Spree" nennt sich Art Space: Es bietet also Raum für die Kunst. Jedes Jahr finden hier die "Berlin Graphic Days" und das "Amaze Festival" für Computerspiele statt. In den alten Hallen wurden Früher Bahnmitarbeiter geschult. Heute gibt es hier Ausstellungen, und Musiker treten auf. Bei unserem Besuch passend zum Partythema Japan.

Japanische Folklore ist eher die Ausnahme. Meist sind die Beats etwas schneller: bei der Clubnacht Kids on Wax legen Ab 23:00 Uhr DJs auf. Schließlich wird im "Urban Spree" regelmäßig durch die Nacht getanzt. Gern mal lässig, in Hut und Mantel.

Gegründet wurde der Laden von einem Banker aus Paris: Als dessen Bank pleite machte, entwickelte er das "Urban Spree". Mittlerweile kredenzt er seinen eigenen Drink.

Schwerpunkt der Galerie ist Streetart: Kunst im öffentlichen raum - wie Graffitis.

Die nächste große Verantaltung im "Urban Spree" sind auf jeden fall die Berlin Graphic Days, die Anfang Februar stattfinden.

Beitrag von Matthias Finger