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Es war der erste Film der Welt, der öffentlich aufgeführt wurde. Eine Sensation! 1895 zeigten die Brüder Skladanowsky ihre laufenden Bilder dem staunenden Publikum. Das Original wird in Hoppegarten aufbewahrt, in einem bunkerähnlichen Bau.
Hier lagern all die Kinoklassiker aus der Kinderzeit des deutschen Films. Temperaturen um 6 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent sollen die alten Streifen vor dem Zerfall bewahren. Aber nicht nur das: Die Aufnahmen bestehen aus Nitrocellulose und das ist Brand gefährlich. In diesen Räumen lagert nur ein Teil des Archivs. 70.000 Filmrollen aus ganz frühen Zeiten.
Das Bundesarchiv will das deutsche Filmerbe möglichst vollständig erhalten. Über eine Million Filmbüchsen sind in seinem Bestand. Davon lagern in Hoppegarten 350.000. Nicht alle sind so hochexplosiv.
Auch die jüngere Filmgeschichte hat hier ihren Platz und wird von den Defa-Produktionen bestimmt. Hunderte Spielfilme und Tausende Dokumentationen sowie Wochenschauen zeigen Bilder aus einem Land, das ebenfalls längst Geschichte ist.
Um all das zu erhalten, braucht man nicht nur exzellente Lagerräume, sondern auch Restauratoren. Pro Jahr können die gerade einmal 35 Fachkräfte in Hoppegarten gut 400 Filme restaurieren. Dankbar für diese Arbeit sind vor allem Fernsehsender und Filmproduktionsfirmen. Aber auch Filmhistoriker und Geschichtsforscher. Übrigens darf jeder Bundesbürger das Archiv nutzen.
Beitrag von Boris Römer











