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Windkraft ist eine der alternativen Energiequellen, denen man eine große Zukunft prognostiziert. Doch die Produktion und Installation von Windrädern ist teuer. Eine Firma aus Kleinmachnow setzt dagegen auf Leichtbaudrachen, die Windstrom liefern sollen.
So fängt es immer an. Ein LKW sucht sich einen zentralen Platz. Rund herum braucht er freie Fläche, damit der Drache "Enerkite" ungestört fliegen kann. Hier bei Pritzwalk ist das Testgelände, hier starten die Versuche mit der ersten "Höhenwind-Kraftanlage" dieser Art.
Mit einem Drachen Energie gewinnen, das ist die Idee, die Alexander Bormann mit einigen anderen Tüftlern hatte. In Kooperation mit der Berliner Technischen Universität konstruieren die Brandenburger solche fliegenden Kraftwerke. Ihre Funktionsweise ist ganz einfach.
Ein Drachen steigt 200 bis 500 Meter hoch und treibt dabei eine Generatorwinde an, die Strom erzeugt.Mit wenig Energie wird er wieder eingeholt, um dann wieder aufsteigen zu können. Ein ständiger Auf- und Absteiger also. Der Drachen erreicht dabei Höhen, in denen der Wind das ganze Jahr über bläst. Das verspricht einen kontinuierlichen Ertrag.
In Zukunft wird der Drachen von einem Container aus vollautomatisch gesteuert und ist dann so leistungsfähig, dass er auch den Haushalts-Strom für ein Dorf mit 1000 Einwohnern liefern kann. Mit dieser Entwicklung sind die Brandenburger ganz auf der Höhe. Seit langem wird international an solch einer Technologie geforscht. Auf einem Acker bei Pritzwalk arbeitet sie schon.
Beitrag von Boris Römer








