- Pimp my Weihnachtskugel

Nagellack auf  der Weihnachtskugel? Was für Fingernägel schick ist, kann für alten Tannenbaumschmuck doch nur um so besser sein: Kreativ-Expertin Marlies Schiller stellt diese und andere Methoden vor, wie man langweilige Kugeln aufpimpt.

Was haben Nagellacke mit Weihnachtskugeln zu tun? Schon mal was von Tie Dye gehört? Das heißt Batik und war dieses Jahr angesagt auf den Nägeln. Und was für die Nägel schick ist, kann für die Weihnachtskugeln doch noch besser sein, meint Kreativ-Expertin Marlies Schiller und hats ausprobiert. Das Ergebnis und noch ein paar andere Methoden, wie man alte oder langweilige Kugeln aufpimpt zeigt sie in zibb. Alte, abgeschrabte Kugeln – also viel zu schade zum Wegwerfen!  

Batik-Kugeln
Nach dem Motto, was die Nägel schön macht, sieht auf alten Kugeln noch besser aus, kommen bei der ersten Methode viele verschiedene Nagellacktöne zum Einsatz. Zunächst ein kleines Gefäß mit Wasser befüllen, einen Tropfen Nagellack rein (er sollte an der Wasseroberfläche schwimmen), etwas zerlaufen lassen, auf diesen  Farbklecks die nächsten Farben auftragen, wieder zerlaufen lassen und eine weitere Farbe auftragen oder die erste noch einmal . Das kann man oft wiederholen, nur: Dabei schnell arbeiten, denn Nagellack trocknet schnell (deshalb keinen extra schnell trocknenden nehmen!). Mit einem Zahnstocher noch ein Muster  in die Farbkleckse ziehen und schließlich die Kugel eintauchen und mit ihr den gebildeten Farbfilm aufnehmen. Kurz trocknen lassen, fertig. Danach das Wasser austauschen, denn es bleibt nach jedem Färben immer ein schlieriger Film zurück. Man kann auch nur eine Farbe nehmen. Größere  Kugeln kann man von beiden Seiten eintauchen (dafür jeweils neues Wasser und neue Farbe nehmen), bei kleineren reicht eine Seite.  Und wenn die Farbexperimente mal nicht gefallen, kann man sie einfach mit Nagellackentferner wieder abwischen. Am besten eignen sich helle und durchsichtige Kugeln. Die Kugeln sollten vorher fettfrei sein, also gut abwaschen oder einmal mit Nagellackentferner abreiben.

Vintage-Kugeln
Aus Spitze und Stoff verpasst Marlies den Kugeln einen Vintage-Look.
Ein großes rotes Exemplar bekommt sogar ein komplettes Spitzenkleid. Zunächst die Kugel mit Kleber bestreichen. Damit es nicht faltig wird, ein wenig einschneiden und wie Abnäher ankleben. Einfacher aber auch effektvoll geht es mit einzelnen Stoffstreifen, als Bauchbinde oder mit einzelnen ausgeschnittenen Motiven, die aufgeklebt werden.

Woll-Kugeln
Eine schnelle Variante: Plastikkugeln mit einer rauen Oberfläche werden mit Wollfäden aufgepeppt. Durch die raue Oberfläche hält der Faden ohne Kleber, das Fadenende und der Anfang werden in der Kugelhalterung befestigt. Man kann schöne wilde Muster mit dem Faden wickeln, kreuz und quer. Diese Methode macht sich auch auf weißen Kugeln gut, zusammen mit Fäden in Neonfarben.

Beklebte Kugeln

Hier kommt die multifunktionale Geheimwaffe der Kreativ-Expertin zum Einsatz: so genanntes Masking-Tape oder anderes buntes Deko-Klebeband. Damit die Kugeln in einzelnen Streifen einfach umwickeln, das Band dabei schön straff ziehen, damit es keine Falten wirft. Zusätzlich kann man die Kugeln dann noch mit Sternen oder ähnlichen weihnachtlichen Motiven bekleben.

Glitzer-Kugeln
Und natürlich darfs zu Weihnachten auch mal ordentlich funkeln.
Dazu hat Marlies eine Kugel komplett eingeleimt und bestreut sie großzügig mit Glitzer. Während des Bestreuens die Kugel über ein Blatt Papier halten, dieses Blatt sollte man zuvor in der Mitte einmal falten. Nun kann man den überschüssigen Glitzer gut auffangen und mit Hilfe des Knicks gut zurück in den Behälter füllen.
Auch partiell lassen sich Kugeln gut beglitzern, z.B. wenn man ein unschönes Motiv abdecken will. Dann schneidet man sich vorher am besten aus einem Stück Pappe eine Kreisschablone, legt sie auf die Kugel und streicht sie dann mit Kleber ein, bestreuen und schon hat man einen glitzernden Kreis auf der Kugel.

Gefüllte Kugeln
Wahre Schönheit kommt oft von innen. Das gilt auch für einige durchsichtige Weihnachtskugeln. Zunächst die Halterung entfernen, nun werden die Kugeln durch diese entstandene Öffnung befüllt. Marlies befüllt sie mit Engelshaar, Pompons und Glitzer. Mit Kunstschnee und einem kleinen Tannenzweig gestaltet sie eine Miniaturwinterlandschaft. Achtung: man kann die Kugeln mit allem Möglichen befüllen, die Dinge müssen nur klein genug sein, um durch die Öffnung zu passen und sie dürfen nicht zu schwer sein.

Deko-Inspirationen
Bei der Deko-Expertin kommen die Kugeln übrigens nicht nur an den Weihnachtsbaum, sie schmückt schon in der Adventszeit ihre Wohnung damit und auch da müssen es nicht unbedingt Tannenzweige sein. An einem kahlen Hagebuttenzweig wirken z.B. die Batikkugeln besonders stark. Ihre Vintage-Kugeln lässt sie von einem Birkenstock baumeln, den sie waagerecht ins Fenster hängt. Und aus einigen Kugeln entfernt sie die Aufhänger und stülpt die Öffnung über Stöcker unterschiedlicher Höhe. Diese steckt sie dann in einen mit Steckmoos gefüllten Blumentopf. An einem großen, silbernen Stahlreifen hängt sie schließlich Kugeln aller Stile auf und platziert dieses üppig-prachtvolle Mobile in der Raummitte.

Beitrag von Susanne Stein

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