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Genau vor zwei Jahren, am 13. Januar 2012, rammte das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" wenige Meter vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen und kenterte. 32 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter zwölf Deutsche.
Auch eine junge Frau aus Brandenburg war damals mit an Bord. Hanna Naumann hatte Glück. Die 27-jährige aus Klein Kienitz bei Rangsdorf überlebte das Unglück. Die Bilder von der Silvesterparty an Board - zwei Wochen davor – sieht sie sich immer wieder an. Sie war Mitglied der Crew und arbeitete als Masseurin auf dem Schiff. Nur weil am Unglücksabend ein Treffen der Crew stattfand, war sie nicht in ihrer Kabine auf Deck Null im unteren Teil der "Costa Concordia", sondern oben auf dem elften Deck.
"Wenn wir kein Meeting gehabt hätten, wäre ich in meiner Kabine gewesen. Da relativ schnell das Wasser an Deck Null und dann der Black-out war, haben auch die Türen nicht mehr funktioniert, weil die elektronisch geöffnet wurden. Dann wäre ich eingeschlossen gewesen."
Doch das Schicksal meinte es gut mit Hanna Naumann. Mit einem der Rettungsboote gelangte sie auf die nur wenige hundert Meter entfernte Insel Giglio. Nach einer dreitägigen Odyssee kam Hanna schließlich mit dem Nachtzug in Berlin an und fiel ihrer Mutter buchstäblich in die Arme. Die erste Zeit danach war nicht einfach. Sie wurde von Alpträumen geplagt, die erst nach einem halben Jahr aufhörten. Hanna suchte sich einen neuen Job als Physiotherapeutin. Vergessen wird sie die Katastrophe wohl nie. Das Unglücksdatum hat sie sich in römischen Ziffern auf ihre Schulter tätowieren lassen.









