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Zur Berliner Modewelt gehört auch der Moritz Wolfgruber. Er ist sein eigenes Model, Designer und Handwerker. Der 27-jährige Bayer ist in Neukölln zuhause und hat mit der Hochglanz-Fashion-Week nichts zu tun. Er bleibt in seinem Kiez und macht doch den Ruf der Modemetropole mit aus. Auch wenn er mit seinen Hutkreationen ganz weit weg ist vom Mode-Zirkus.
Die Werkstatt ist sein Leben: Im szenigen Teil von Neukölln hat sich Moritz Wolfgruber eine Art Schiffsbauch gezimmert, um dort mit Heißklebepistole und viel Fantasie Hüte herzustellen.
Mit dem Filzhut vom Opa fing es an. Moritz Wolfgruber fand ihn vor ein paar Jahren im Keller. "Da bin ich auf den Hut gekommen", sagt er. Der 27-Jährige stellt in seinem Atelier Zylinder in unterschiedlichen Größen und Höhen her – in einem Verfahren, das er neu entwickelt hat. Die Stoffe werden nicht genäht, sondern mit Leim geklebt. Die Methode entstand aus der Not heraus. Seine Produkte sieht Wolfgruber als tragbare Kunstwerke. Sie kosten zwischen 40 und 100 Euro.
Das einzige, was Moritz Wolfgruber noch glücklicher machen würde, als er ohnehin schon ist, das wäre eine einheitliche Kopfgröße.











