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Linda Neumann ist gehörlos, vermutlich von Geburt an, so ganz genau weiß das weder sie, noch ihre Familie: Und sie ist Leistungssportlerin.
Siebenmal pro Woche trainiert sie mindestens, in einer Trainingsgruppe mit hörenden Jugendlichen. Sie ist hier vollkommen integriert und ist vor allem auch Vorbild für die nicht behinderten Schwimmerinnen und Schwimmer, weil sie eine tolle Trainingsmoral hat und sehr erfolgreich ist.
Bei den Deaflympics - den Olympischen Spielen der Gehörlosen - holte sie im Sommer zwei Medaillen und sie stellte über 400 Meter Lagen einen Kurzbahn-Weltrekord auf. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte ihr für ihre Leistungen das Silberne Lorbeerblatt.
Linda Neumann ist behütet im Berliner Süden aufgewachsen, mit Montessori-Schule, eigenem Hund und natürlich Schwimmunterricht. Vor kurzem hat sie ihre Ausbildung zur Tierpflegerin beendet und wurde vom Arbeitgeber, der FU Berlin, übernommen. Hier hat man viel Verständnis für den Leistungssport und bietet Linda gute Bedingungen fürs Schwimmen.
Ein großes Glück für die 20-Jährige, denn das Wasser ist ihr liebstes Element - auch weil, wie sie lachend sagt, unter Wasser ja sowieso keiner so richtig was hören kann ...
Beitrag Birgit Hofmann










