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Sie sind klein, putzig und werden in Berlin immer seltener. Viele Eichhörnchen finden den Tod, weil sie von Autos überfahren werden. Tierschützer möchten am Müggelseedamm in Köpenick Abhilfe schaffen: mit dem ersten Eichhörnchenseil der Hauptstadt, das in acht Meter Höhe zwischen Bäumen gespannt wird.
Die Straße ist für Eichhörnchen ein ungewohntes Terrain - und daher oft ihr Grab. "Wenn sie die Möglichkeit haben, nehmen sie den Luftweg", erklärt Diplombiologin Ursula Bauer, Geschäftsstellenleiterin von "aktion tier" in Berlin. Sie ist Initiatorin des ersten Eichhörnchenseils in der Hauptstadt. Besonders im Frühjahr und im Herbst ist die Gefahr für die wendigen Nagetiere besonders groß, überfahren zu werden. Sie seien mit dem Verstecken von Futter und der Partnersuche derart beschäftigt, dass sie dem Straßenverkehr keine große Aufmerksamkeit widmen.
Am Freitagmorgen wird deshalb zwischen zwei alten Eichen ein rund 20 Meter langes Rettungsseil über den Müggelseedamm in Köpenick gespannt – mit Unterstützung staatlicher Behörden. Das Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick stellt eigens eine Hebebühne zur Verfügung. Futterkästen an beiden Enden des Seils sollen den Nagern den Weg weisen.











