
Ozon unterwegs -
Einhundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg gibt es immer noch Funde von Chemiewaffen. Obwohl Deutschland seit 2007 als chemiewaffenfrei gilt, kommt vor allem aus Brandenburg immer wieder Chemieverdachtsmunition in Europas modernster Chemiewaffenvernichtungsanlage in Munster bei Hamburg an.
Den letzten großen Fund gab es vor zehn Jahren. In der Döberitzer Heide wurde ein Kampfstoffdepot mit über 500 Giftgasgranaten aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt.
An vorderster Front der deutsche Chemiker Fritz Haber. Er verwandelte während des Ersten Weltkrieges das Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie in Berlin-Dahlem in eine Kampfstoffschmiede. Nach dem ersten Chlorgaseinsatz im April 1915 schlug er immer neue Giftgase für die Front vor. Phosgen, arsenhaltige Giftstoffe, Senfgas.
Der Erste Weltkrieg wurde zum Gaskrieg und zu einem internationalen Rüstungswettlauf um die tödlichsten chemischen Kampfstoffe.
Beitrag von Maren Schibilsky












