Ein offener Kühlschrank mit der Aufschrift "foodsharing" (Quelle: rbb/Dominik Lenz)

Foodsharing - Der Lebensmittelretter von Berlin

Der Dokumentarfilm "Taste the Waste" hat 2011 darauf aufmerksam gemacht, wie viele Lebensmittel weltweit weggeworfen werden. Der Filmemacher Valentin Thurn hat nach den heftigen Reaktionen auf den Film "Foodsharing – Restlos glücklich" gegründet.

Hier sind Menschen aktiv, die auf verschiedene Weise Lebensmittel teilen, damit sie nicht weggeworfen werden. Circa 8 Millionen Kilogramm Lebensmittel wurden seit der Gründung in Deutschland, Österreich und der Schweiz gerettet. Klingt viel, ist aber leider immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein. 313 Kilogramm Lebensmittel werfen wir pro Sekunde in Deutschland weg!

Trotzdem: Foodsharing hat viel in Bewegung gebraucht, ein Anfang ist gemacht. Jeder kann mitmachen und dadurch etwas verändern. Wir haben an einem Tag mal geschaut, wie das so laufen kann und haben Matthias Holzmann in Berlin begleitet. Er verteilt die geretteten Lebensmittel über das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de. In seiner Verteilergruppe sind 55 Menschen aller sozialen Schichten, jung und alt.

Sogenannte Foodsaver retten Lebensmittel, die übrig sind. Im privaten Bereich und in Kooperationsbetrieben wie Hotels oder Biosupermärkte. Sie verteilen es privat, können auch für sich so viel behalten wie sie brauchen, legen es in Fairtailer, vermitteln es über die Internetplattform von Foodsharing oder übergeben es je nach Zustand an Suppenküchen, Tafeln oder gemeinnützige Vereine.

Wir haben einen Lebensmittelretter getroffen, der einen weiteren Weg gefunden hat, damit Lebensmittel nicht weggeschmissen werden.

Beitrag von Sabine Horn

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