Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (Bild: dpa)

Eskalation im Türkeikonflikt - Erdogans Hetze: Wie kommen wir da wieder raus?

Der türkische Präsident Erdogan macht Wahlkampf für sein Präsidialsystem und dreht frei. Absurde Beleidigungen in Richtung Deutschland oder Holland sollen die Wähler auf ihn einschwören. Doch wie langfristig ist der Schaden, den er verursacht? Wie verhindert man die gewollte Eskalation?

Nach den geplatzten Wahlkampfauftritten türkischer Regierungspolitiker in Deutschland für das Verfassungsreferendum, das dem türkischen Präsidenten mehr Macht sichern soll, unterstellt Erdogan der Bundesregierung Nazimethoden und beschimpft Angela Merkel als Terroristenunterstützerin. Die Niederländer nennt er aus dem gleichen Grund Faschisten sowie Nachfahren von Nazis und droht mit Sanktionen.

Nicht nur in Berlin und Brandenburg schütteln viele Menschen den Kopf bei diesen Entgleisungen – sowohl Deutsche, als auch hier lebende Türken. Doch der Schaden ist bereits entstanden: Die einen schämen sich für Erdogan, andere loben dessen vermeintliche Stärke und ernten dafür allgemeines Unverständnis. Als Urlaubsland verliert die Türkei bei den Deutschen durch die harschen Töne aus Ankara ebenfalls an Sympathien und muss zurzeit einen eklatanten Buchungsrückgang hinnehmen.

In keiner anderen Stadt liefern Deutsche und Türken seit Jahrzehnten ein so gelungenes Beispiel für ein friedliches und bereicherndes Miteinander wie in Berlin. Wir waren auf der Straße unterwegs und wollten wissen: wie kann man vernünftig mit dieser Situation umgehen, wie kann man wieder miteinander ins Gespräch kommen, wenn von außen immer wieder Öl ins Feuer gegossen wird?

Beitrag von Rainer Unruh

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