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Dienstag, 29.05.2012
Anfang der 70er Jahre hatte Klaus Hoffmann sich in der Berliner Kneipenszene schon einen Ruf als Liedermacher ersungen. Doch der der Berliner wollte sich auch als Schauspieler einen Namen machen, was auch klappte. Von der Musik aber kam er nicht los. Sein erstes Album erschien 1974. Fünf Jahre später folgt seine erste große, ausverkaufte Deutschland-Tournee. Bis heute hat Hoffmann 30 Alben eingespielt und ist DER Jaques-Brel-Interpret überhaupt. "Das süße Lebens 2" heißt sein aktuelles Programm, in dem er in der Bar jeder Vernunft in Berlin musikalisch über das Singen und das Älter werden sinniert.
Mittwoch, 30.05.2012
Früher konnte man noch einfach so Star werden. Ganz ohne Casting-Show. So erging es jedenfalls Ute Freudenberg. Mit 15 Jahren wurde ihr Gesangstalent in einem Ferienlager entdeckt. Ein Jahr später war dann doch alles schon wie heute. Ein Gesangswettbewerb war das Sprungbrett für das Mädchen aus Thüringen und darf zum ersten Mal in "Sechs Mädchen und die Musik" im Fernsehen singen. Bis heute ist ihr bekannntester Hit "Jugendliebe", den wird sie nie mehr los und ist froh darüber. Sie gehört zu den wenigen Künstlerinnen, die auch nach dem Ende der DDR richtig erfolgreich ist. Auf 40 Jahre Bühne kann sie mittlerweile zurück blicken. Ihre neue CD "Willkommen im Leben" ist grade erschienen.
Donnerstag, 31.05.2012
Die Berliner Mittelaltercombo In Extremo wurde 1995 gegründet und erspielte sich im Laufe der Jahre ein immer größeres Publikum, was sich 2008 beim Erscheinen ihres 11. Albums „Sängerkrieg“ auch in den Charts widerspiegelte. Es stürmte auf den ersten Platz. Nach vielen Live-Auftritten und einem Live-Album haben die Jungs jetzt gleich zwei Neuigkeiten in petto. Ihre neue CD „Sterneneisen“ und die Biografie „In Extremo – wir werden niemals knien“.
Freitag, 01.06.2012
Im Sommer 2009 erfährt Neda Soltani von ihrem eigenen Tod. Einfach so im Fernsehen. Einen Tag zuvor war auf den Straßen Teherans eine junge Demonstrantin gestorben. Mit Tausenden anderen hatte sie protestiert und wurde erschossen. In den Nachrichten wird ein Foto veröffentlicht, angeblich von der jungen Toten, doch dieses Foto zeigte Neda Soltani. Das Bild wurde in den folgenden Wochen zum Symbol des Widerstands. Neda versucht, den Irrtum aufzuklären, doch den Medien gefällt die Geschichte von dem unschuldigen Mädchen, das nun ein Gesicht hat, zu gut. Und die Aufständischen möchten nicht auf ihr Symbol verzichten. So gerät die junge Frau in einen Teufelskreis, an dessen Ende sie nach Deutschland fliehen muss, wo sie ein komplett neues Leben als Asylbewerberin beginnen musste. Ihre ganze, unglaubliche Geschichte hat die heute 35jährige in ein Buch gepackt: "Mein gestohlenes Gesicht".
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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