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Fahrradhelme im Test

Die beste Lebensversicherung für einen Radfahrer ist ein Helm mit guter Stoßdämpfung. Stiftung Warentest hat jetzt sechzehn Cityhelme für Erwachsene und achtzehn für Kinder und Jugendliche untersuchen lassen.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirugie bestätigt nach jahrelangen, detaillierten Diagnosen von Fahrrad-Unfallopfern, dass ein Fahrradhelm das Risiko schwerer Kopfverletzungen und des Unfalltodes um mehr als 50% reduziere.

Die Testkriterien von Stiftung Warentest:
Vor allem Unfallschutz und Handhabung sowie Komfort standen im Vordergrund, aber auch Hitzebeständigkeit und möglicher Schadstoffgehalt. Der Unfallschutz unterteilt sich in Stoßdämpfung, Abstreichsicherheit, Belastbarkeit von Riemen und Schloß sowie Erkennbarkeit im Dunkeln. Bei Handhabung und Komfort ging es unter anderem um das Anpassen des Helmes, das Verstellen des Gurtsystems oder die Funktionalität des Schlosses.
 
Von den 16 Erwachsenenhelmen schnitten neun mit "Gut" ab, sechs bekamen die Note "Befriedigend". Ein Helm war "Ausreichend" und ein Modell fiel mit "Mangelhaft" durch den Test.

Die Sieger unter den Erwachsenenhelmen:
Casaco Activ -TC, 60,00 Euro (Gut)
Cratoni Evolution, 120,00 Euro (Gut)
Casco E.Motion Cruiser, 140,00 Euro (Gut)

Vor allem diese Helme überzeugten beim Unfallschutz und der Handhabung, auch wenn sie sich leicht unterscheiden beziehungsweise abstufen.

Die Verlierer:
Etto City Safe, 70,00 Euro (Befriedigend)
KED Sky Two, 100,00 Euro (Ausreichend)
MET Cameleonte Executive 60,00 Euro (Mangelhaft)

Wenn die Tester insbesondere beim Unfallschutz ein "Ausreichend" oder gar "Mangelhaft" attestieren, erstaunt die Gesamtwertung nicht. Wird das Verhältnis von Preis und Testergebnis betrachtet, sind unter den Helmen mit "Gut" auch die die teuersten zu finden, allerdings auch günstigere Modelle. Es muss also nicht immer der teuerste Helm sein.

Unter den getesteten Kinderhelmen fiel lediglich der zweitbeste preislich aus dem Rahmen. Der Prophete TX kostet nur 20,00 Euro. Sonst liegt der Preisschnitt der mit "Gut" bewerteten Helme bei 45,00 Euro.

Die Sieger bei den Kinder-Fahrradhelmen:
Limar, 40,00 Euro (Gut)
Prophete TX, 20,00 Euro (Gut)
Giro Flume, 50,00 Euro (Gut)

Die Verlierer:
Cratoni C-Air, 60,00 Euro (Ausreichend)
Profesx Vega Prinzess, 15,00 Euro (Mangelhaft)
Cratoni C-Kid, 40,00 Euro (Mangelhaft)

Alle drei hatten auch bei dieser Helmart vor allem im Bereich Unfallschutz Schwächen. Diese reichten von unzureichender Stoßdämpfung bis zu einem gerissenen Schloß.

Die Hersteller bemühen sich zunehmend, auch modische Aspekte und aktuelle Trends in das Design ihrer Helme einfließen zu lassen. Modelle, die in ihrer Optik der Ski- oder Snowboardszene entlehnt sind, kommen bei Kunden zwar gut an, haben aber nach Angaben der Stiftung Warentest oft einen entscheidenden Nachteil: viel zu kleine Belüftungsschlitze führen zu einem Hitzestau unter dem Helm.

Tipps:
- Guten Schutz bietet ein Fahrradhelm nicht nur durch seine Konstruktion und  den Komfort. Er muss auch richtig aufgesetzt werden: Der Helm sollte waagerecht und dank einer stufenlosen Kopfringverstellung fest sitzen, ohne zu drücken. Der Kopf hat nur mit gepolsterten Helmstellen Kontakt. Die Spitze des Riemendreiecks liegt unter dem Ohr an und soweit vorn, daß der Riemen mit dem Schloß unter dem Kinn liegt und nicht gegen den Hals drückt.

- Neben dem Testergebnis der Stiftung Warentest sollte beim Helmkauf beachtet werden: Gute Belüftung, die Lüftungsschlitze mit Insektennetzen geschützt, ein gutes Sichtfeld, leichte und präzise Handhabung bei Riemen und Schloßart sowie Einstellen des Kopfringes.

Beitrag von Reinhard Rychlik

Dieser Text gibt den Sachstand vom 26.04.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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