- Spielzeug im Test

Im sogenannten Rapex-Report, dem EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Waren, ist Spielzeug seit Jahren die am häufigsten gemeldete Produktgruppe - noch vor Textilien, Motorfahrzeugen und Kosmetika. Auch die Stiftung Warentest kam in ihrem aktuellen Test wieder zu alarmierenden Ergebnissen.

Gefährliches Holzspielzeug – der Lack ist ab

Jetzt, vor Weihnachten, ist Holzspielzeug so begehrt wie nie. Denn es gilt als besonders natürlich, hochwertig und robust. Doch tatsächlich ist es schlechter als sein guter Ruf. So urteilt die Stiftung Warentest  in ihrer aktuellen Untersuchung. Sie hat 30 Holzspielzeuge für Kinder unter 3 Jahren getestet. Das erschreckende Ergebnis: Verschluckbare Teile, die für Kinder lebensgefährlich sein können und jede Menge giftiger Schadstoffe. Doch es gab auch gute Produkte im Test!

 
Wenn Spielzeug lebensgefährlich wird…

Ob Bausteine, Puzzle oder Fahrzeuge: Jedes zweite Holzspielzeug im Test enthält gefährliche Stoffe oder es lösen sich Kleinteile, die Kinder leicht verschlucken können. Die Stiftung Warentest hat 30 Holzspielzeuge geprüft und von "gut" bis "mangelhaft" bewertet.
Verschluckbare Teile gefährden Kleinkinder sofort, denn sie können im schlimmsten Fall daran ersticken. Schadstoffe entfalten ihre Wirkung erst nach Jahren. Sie stecken meist in den Lacken, im Sperrholz oder in den Schnüren. Es waren vor allem Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Formaldehyd, nitrosierbare Stoffe oder Organzinnverbindungen - Stoffe, die Krebs erzeugend sind, das Erbgut oder die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen können.

 

Nickel gefunden
Die Tester fanden ebenfalls Nickel, das ein starkes Kontaktallergen ist. Das Fatale: Ob ein Spielzeug gefährliche Stoffe enthält, kann man ihm nicht ansehen und nur selten riechen. Kinder atmen sie ein, nehmen sie über Mund und Haut auf, während sie am Spielzeug lutschen, knabbern oder es einfach nur anfassen.

 

Sicheres Spielzeug
Die acht mit "gut" bewerteten Spielzeuge sind sicher und unbelastet. Akzeptabel ist auch Spielzeug, das im Test "befriedigend" abgeschnitten hat. Das zeigt: Es ist möglich, Spielzeug zu produzieren, das die Gesundheit der Kinder nicht gefährdet.

Einkaufstipps fürs (Holz-)Spielzeug

Spielzeug sollten Sie mit allen Sinnen kaufen. Also riechen Sie als erstes dran. Außerdem sollten sie am Spielzeug wackeln, ziehen und reiben. Lösen sich Teile, gibt es scharfe Ecken und Kanten? Dann sollte Sie die Ware besser liegen lassen.

Die Schadstoffe im Holzspielzeug stecken oft in den bunt lackierten Teilen. Deshalb sollten Sie Holzspielzeug aus unlackiertem Vollholz bevorzugen.

In Sperrholz und Spanplatten hingegen können formaldehydhaltige Bindemittel stecken.

Unbedingt sollten Sie die Hinweise des Herstellers beachten. Auch wenn Ihnen manche der Warnhinweise abwegig erscheinen. Denn meistens basieren sie auf realen Vorkommnissen. / Wichtig ist auch die Altersempfehlung.

Eine gute Einkaufshilfe leisten Prüfsiegel. Etwa die von unabhängigen Instituten wie das GS-Zeichen oder die Siegel der TÜVs.

Beim CE-Zeichen dagegen kontrolliert keine unabhängige Stelle, ob der Hersteller die rechtlichen Bestimmungen tatsächlich einhält.


Beitrag von Michael Großmann

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