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Musik hilft Kindern beim Lernen, so das Ergebnis vieler Studien. Die Kurse für Musikalische Früherziehung sind deshalb sehr begehrt. Die Kinder lernen spielerisch zu musizieren und zu singen, aber auch Motorik, Sprachgefühl und Konzentrationsfähigkeit werden gefördert.
Expertin: Beate Nelegatti, Musikpädagogin
Kinder brauchen Musik - die Elementare Musikerziehung
Die Elementare Musikerziehung ist ein Musizierangebot für Kinder ab dem 2. Lebensjahr. Dieser Unterricht ist nie Musik allein, sondern immer mit Bewegung, Tanz und Sprache verbunden. Das Ziel ist, die Musikalität der Kinder zu erkennen und zu fördern, Kindern den Umgang mit Musik nahe zu bringen und Begegnungen mit Musik zu ermöglichen. Außerdem Freude am Musizieren zu wecken, Musik mit allen Sinnen zu erleben um eine natürliche musikalische Entwicklung zu gewährleisten.
Die Anmeldungen für die Kurse, die nach den Sommerferien beginnen, starten jetzt.
Warum Musik für Kinder wichtig ist
Kinder reagieren von Geburt an musikalisch. Um später sprechen zu lernen ist das Baby erst einmal auf Hören, spielendes Erproben der Stimme und Imitieren eingestellt, z.B. beim Lallen, Gurgeln oder beim Erfinden kleiner Melodien, die wir nicht so recht als solches erkennen. Ein Baby besitzt bereits schon ein Gefühl für Rhythmus und Melodie. Damit die Lust an der Musik bleibt und wächst, benötigen Kinder unterschiedliche Anregungen und qualifizierte Hilfestellungen, damit diese nicht verkümmern.
Immer weniger kommen Kinder in den Elternhäusern ausreichend mit Musik in Berührung und haben Gelegenheit, sich selbst musikalisch auszuprobieren. Daher ist es wichtig, Musik in den Alltag der Kinder zu integrieren und dort Anlässe zum Singen und Musizieren zu finden.
Kinder brauchen Musik, denn es ist ein Teil ihrer Erlebniswelt. Es ist belegt, dass das Singen und Hören von Musik positive Emotionen auslöst, Freude und Glücksgefühle.
Langzeitstudien bestätigen inzwischen den positiven Einfluss von Musikerziehung auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes - auf die musikalische Begabung, das Sozialverhalten und das Lernen. Eine Studie hat sogar ergeben, dass von den teilnehmenden Kindern die, die regelmäßig singen früher schulfähig sind als die, die gar nicht oder weniger singen.
Das Eltern-Kind-Musizieren (für 2- bis 4-Jährige)
Ziel des Eltern-Kind-Musizierens ist, Kinder im Alter zwischen 2 und 4 Jahren spielerisch an Musik heranzuführen und Eltern Anregungen zu geben, das Singen und Musizieren in den Familienalltag zu integrieren. Früher wurde in den Familien noch viel gesungen. Das ist leider sehr in den Hintergrund geraten. Heutzutage sind Eltern selbst ohne Singen und aktives Musizieren groß geworden und nehmen daher dieses Musikangebot zusammen mit ihren Kindern sehr gerne wahr.
Die Kinder sollen ohne Leistungserwartungen die Gelegenheit bekommen, Musik aufzunehmen und selbst zu gestalten. Für diesen Unterricht gibt es Musikinstrumente, die besonders für kleine Kinder entwickelt wurden. Es sind Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln in verschiedenen Tonhöhen und Trommeln.
Man kann das in den Stunden sehr gut beobachten, dass die Kinder vom Unterricht sehr profitieren. Vor allem die Eltern-Kind-Beziehung erleben die Kinder als etwas Besonderes, nämlich mit ihren Eltern gemeinsam zu musizieren.
Der Unterricht findet kindgerecht und spielerisch statt und fördert die sprachliche, motorische und soziale Entwicklung des Kindes.
Die Musikalische Früherziehung (für 4- bis 6-Jährige)
Dieser Kurs ist für die Kinder ab 4 Jahren und findet ohne Eltern statt. Auch dieser Kurs geht über zwei Jahre, einmal die Woche etwa 50-60 Minuten.
Das Singen, Tanzen und das Spielen auf Musikinstrumenten sind die Inhalte einer wöchentlichen Unterrichtsstunde. Es gibt immer ein Thema, das die Kinder emotional anspricht. Das Gespür für einzelne Töne, unterschiedliche Tonhöhen, Tonlängen und Rhythmen wird allerdings jetzt gründlicher sensibilisiert als bisher und die körperliche Koordinationsfähigkeit - Grobmotorik für Tanz und Rhythmus sowie die Feinmotorik - Voraussetzung für jedes Instrumentalspiel - wird weiter entwickelt.
Durch Singen, Musizieren, Bewegen und Musikhören wird die musikalische Veranlagung der Kinder geweckt und entwickelt. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.
Die Kinder sollen ohne Leistungserwartungen die Gelegenheit bekommen, Musik aufzunehmen und selbst zu gestalten. Die Kinder lernen miteinander umzugehen und sich in einer Gruppe anzupassen. Jedes Kind wird in ihrer Individualität gesehen, beachtet und respektiert. Erfolgserlebnisse im Unterricht stärken das Selbstbewusstsein der Kinder. Durch Bewegungsspiele lernen sie weiter ihren Körper kennen. Über das Singen wird auch ihr Sprachgefühl unterstützt. Sie haben ein Gemeinschaftserlebnis, weil sie miteinander etwas tun und nicht jeder für sich allein.
Das Instrumentenkarussel (ab 1. Schuljahr)
Nach der Musikalischen Früherziehung folgt für Kinder ab der ersten Klasse das Instrumentenkarussell. Dieser Orientierungskurs bietet Entscheidungshilfe für die Instrumentenwahl. Dabei geht es herauszufinden, welches Instrument möchte ich mal lernen. Jeweils 4- 5 Wochen lang erhalten die Kinder in kleinen Gruppen Unterricht an einem Instrument. Am Ende des Schuljahres hat das Kind insgesamt 8 Instrumente kennen gelernt. Ist aber auch ein in sich abgeschlossener Kurs, der den Kindern ein hervorragendes Wissen in Instrumentenkunde vermittelt.
Anmeldungen, Kosten und Informationen
Musikalische Früherziehung wird an allen kommunalen Musikschulen in Berlin und Brandenburg und auch an privaten Musikschulen angeboten. Die kommunalen Musikschulen haben ein besonders hohe Qualitätsanforderungen an die Lehrenden, die in der Regel Musikpädagogik studiert haben.
Über die Bezirksämter erhalten sie Informationen zu allen Musikschulen, oder auch über das Internet.
Die Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Kurse beginnen nach den Sommerferien. Da die Kurse sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine rasche Anmeldung. Die Preise unterscheiden sich je nach Musikschule, dürften aber so zwischen 15 und 20 Euro pro Monat liegen.
Beitrag von Michael Großmann
Kinder brauchen Musik - die Elementare Musikerziehung
Die Elementare Musikerziehung ist ein Musizierangebot für Kinder ab dem 2. Lebensjahr. Dieser Unterricht ist nie Musik allein, sondern immer mit Bewegung, Tanz und Sprache verbunden. Das Ziel ist, die Musikalität der Kinder zu erkennen und zu fördern, Kindern den Umgang mit Musik nahe zu bringen und Begegnungen mit Musik zu ermöglichen. Außerdem Freude am Musizieren zu wecken, Musik mit allen Sinnen zu erleben um eine natürliche musikalische Entwicklung zu gewährleisten.
Die Anmeldungen für die Kurse, die nach den Sommerferien beginnen, starten jetzt.
Warum Musik für Kinder wichtig ist
Kinder reagieren von Geburt an musikalisch. Um später sprechen zu lernen ist das Baby erst einmal auf Hören, spielendes Erproben der Stimme und Imitieren eingestellt, z.B. beim Lallen, Gurgeln oder beim Erfinden kleiner Melodien, die wir nicht so recht als solches erkennen. Ein Baby besitzt bereits schon ein Gefühl für Rhythmus und Melodie. Damit die Lust an der Musik bleibt und wächst, benötigen Kinder unterschiedliche Anregungen und qualifizierte Hilfestellungen, damit diese nicht verkümmern.
Immer weniger kommen Kinder in den Elternhäusern ausreichend mit Musik in Berührung und haben Gelegenheit, sich selbst musikalisch auszuprobieren. Daher ist es wichtig, Musik in den Alltag der Kinder zu integrieren und dort Anlässe zum Singen und Musizieren zu finden.
Kinder brauchen Musik, denn es ist ein Teil ihrer Erlebniswelt. Es ist belegt, dass das Singen und Hören von Musik positive Emotionen auslöst, Freude und Glücksgefühle.
Langzeitstudien bestätigen inzwischen den positiven Einfluss von Musikerziehung auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes - auf die musikalische Begabung, das Sozialverhalten und das Lernen. Eine Studie hat sogar ergeben, dass von den teilnehmenden Kindern die, die regelmäßig singen früher schulfähig sind als die, die gar nicht oder weniger singen.
Das Eltern-Kind-Musizieren (für 2- bis 4-Jährige)
Ziel des Eltern-Kind-Musizierens ist, Kinder im Alter zwischen 2 und 4 Jahren spielerisch an Musik heranzuführen und Eltern Anregungen zu geben, das Singen und Musizieren in den Familienalltag zu integrieren. Früher wurde in den Familien noch viel gesungen. Das ist leider sehr in den Hintergrund geraten. Heutzutage sind Eltern selbst ohne Singen und aktives Musizieren groß geworden und nehmen daher dieses Musikangebot zusammen mit ihren Kindern sehr gerne wahr.
Die Kinder sollen ohne Leistungserwartungen die Gelegenheit bekommen, Musik aufzunehmen und selbst zu gestalten. Für diesen Unterricht gibt es Musikinstrumente, die besonders für kleine Kinder entwickelt wurden. Es sind Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln in verschiedenen Tonhöhen und Trommeln.
Man kann das in den Stunden sehr gut beobachten, dass die Kinder vom Unterricht sehr profitieren. Vor allem die Eltern-Kind-Beziehung erleben die Kinder als etwas Besonderes, nämlich mit ihren Eltern gemeinsam zu musizieren.
Der Unterricht findet kindgerecht und spielerisch statt und fördert die sprachliche, motorische und soziale Entwicklung des Kindes.
Die Musikalische Früherziehung (für 4- bis 6-Jährige)
Dieser Kurs ist für die Kinder ab 4 Jahren und findet ohne Eltern statt. Auch dieser Kurs geht über zwei Jahre, einmal die Woche etwa 50-60 Minuten.
Das Singen, Tanzen und das Spielen auf Musikinstrumenten sind die Inhalte einer wöchentlichen Unterrichtsstunde. Es gibt immer ein Thema, das die Kinder emotional anspricht. Das Gespür für einzelne Töne, unterschiedliche Tonhöhen, Tonlängen und Rhythmen wird allerdings jetzt gründlicher sensibilisiert als bisher und die körperliche Koordinationsfähigkeit - Grobmotorik für Tanz und Rhythmus sowie die Feinmotorik - Voraussetzung für jedes Instrumentalspiel - wird weiter entwickelt.
Durch Singen, Musizieren, Bewegen und Musikhören wird die musikalische Veranlagung der Kinder geweckt und entwickelt. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um.
Die Kinder sollen ohne Leistungserwartungen die Gelegenheit bekommen, Musik aufzunehmen und selbst zu gestalten. Die Kinder lernen miteinander umzugehen und sich in einer Gruppe anzupassen. Jedes Kind wird in ihrer Individualität gesehen, beachtet und respektiert. Erfolgserlebnisse im Unterricht stärken das Selbstbewusstsein der Kinder. Durch Bewegungsspiele lernen sie weiter ihren Körper kennen. Über das Singen wird auch ihr Sprachgefühl unterstützt. Sie haben ein Gemeinschaftserlebnis, weil sie miteinander etwas tun und nicht jeder für sich allein.
Das Instrumentenkarussel (ab 1. Schuljahr)
Nach der Musikalischen Früherziehung folgt für Kinder ab der ersten Klasse das Instrumentenkarussell. Dieser Orientierungskurs bietet Entscheidungshilfe für die Instrumentenwahl. Dabei geht es herauszufinden, welches Instrument möchte ich mal lernen. Jeweils 4- 5 Wochen lang erhalten die Kinder in kleinen Gruppen Unterricht an einem Instrument. Am Ende des Schuljahres hat das Kind insgesamt 8 Instrumente kennen gelernt. Ist aber auch ein in sich abgeschlossener Kurs, der den Kindern ein hervorragendes Wissen in Instrumentenkunde vermittelt.
Anmeldungen, Kosten und Informationen
Musikalische Früherziehung wird an allen kommunalen Musikschulen in Berlin und Brandenburg und auch an privaten Musikschulen angeboten. Die kommunalen Musikschulen haben ein besonders hohe Qualitätsanforderungen an die Lehrenden, die in der Regel Musikpädagogik studiert haben.
Über die Bezirksämter erhalten sie Informationen zu allen Musikschulen, oder auch über das Internet.
Die Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Kurse beginnen nach den Sommerferien. Da die Kurse sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine rasche Anmeldung. Die Preise unterscheiden sich je nach Musikschule, dürften aber so zwischen 15 und 20 Euro pro Monat liegen.
Beitrag von Michael Großmann



