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Jedes Jahr nehmen etwa 20.000 Jugendliche in Deutschland an einem Schüleraustausch teil. Aber wie läuft so ein Austausch genau ab? Welche Organisationen und Finanzierungshilfen gibt es?
Ein Jahr in den USA, Australien oder Brasilien – davon träumen viele Schüler. Über 15.000 Jugendliche nehmen jedes Jahr an einem Austauschprogramm teil. Sie leben in einer Gastfamilie und gehen im Ausland zur Schule. Für die meisten ist es ein unvergessliches Erlebnis. Aber wie läuft so ein Austausch genau ab? Wer kann teilnehmen, und welche Finanzierungshilfen gibt es?
Das beliebteste Land deutscher Austauschschüler ist nach wie vor die USA, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Australien. Aber auch exotische Ziele wie China, Thailand und Lateinamerika sind bei vielen Organisationen im Angebot. Die Anbieter bereiten die Schüler auf das Auslandsjahr vor, helfen bei den Formalitäten und vermitteln eine Gastfamilie sowie eine Schule.
Der richtige Zeitpunkt
Ein Auslandsjahr hat viele Vorteile: Man entdeckt eine andere Kultur, wird selbstbewusster und beherrscht am Ende eine Fremdsprache perfekt. Doch nicht für jeden ist ein Jahr in der Fremde das Richtige.
Interessierte sollten zwischen 15 und 18 Jahre alt sein. In Berlin und Brandenburg bietet sich die 10. Klasse an, wenn das Schuljahr nicht wiederholt werden soll. Die 11. Klasse ist abiturrelevant. Ein Auslandsjahr eignet sich aber nicht nur für Gymnasiasten. Realschüler können beispielsweise nach ihrem Abschluss teilnehmen. Gute Noten und Sprachkenntnisse sind weniger wichtig als soziale Kompetenz. Austauschschüler sollten offen, neugierig und optimistisch sein und ein gewisses Maß an Selbstständigkeit mitbringen. Auch mit Problemen müssen die Jugendlichen klar kommen können – denn die treten bei jedem mal auf.
Langfristig planen
Ein Schuljahr im Ausland sollte mindestens ein Jahr im Voraus geplant werden. Zunächst macht es Sinn, sich zu überlegen, wohin man eigentlich möchte. Vielleicht eine ganz neue Sprache kennen lernen? Oder doch lieber sein englisch verbessern? In Deutschland gibt es etwa 60 Anbieter. Die Wahl ist da nicht einfach. Interessierte sollten sich Zeit nehmen und eine Organisation suchen, die zu ihnen passt. Einige sind gemeinnützig, etliche bieten Stipendien oder bestimmte Programme an. Hilfreich sind persönliche Erfahrungen ehemaliger Austauschschüler, etwa auf Foren oder Blogs. Vorsicht vor einem reinen Preisvergleich: Bei vermeintlichen Schnäppchen sind zum Teil Flüge und Versicherungen nicht inklusive. Achten Sie deshalb auf die eingeschlossenen Leistungen.
Intensive Vorbereitung und Betreuung
Seriöse Anbieter bereiten die Schüler intensiv vor. Los geht es meist mit einem persönlichen Bewerbungsgespräch, das vor allem dazu dient, die Eignung des Jugendlichen festzustellen. Darüber hinaus bieten viele Organisationen Treffen mit Ehemaligen an. Ein mehrtägiges Seminar in Deutschland sowie zusätzlich im Gastland sollte nicht fehlen. Wichtig ist zudem eine verlässliche Betreuung vor Ort durch eine Partnerorganisation. Nach der Rückkehr ist eine Nachbereitung sinnvoll, sonst fallen viele Jugendlichen leicht in ein Loch.
Finanzierungsmöglichkeiten
Ein Auslandsjahr geht ordentlich ins Geld. Ein Austausch in die USA kostet etwa um die 8000,00 Euro. Dazu kommt noch Taschengeld für Kleidung oder Schulausflüge. Das können sich nur wenige Eltern problemlos leisten. Stipendien für die USA vergibt das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Auch viele Organisationen haben einen Stipendientopf, zum Beispiel die gemeinnützigen Anbieter AFS und YFU. Es geht aber auch ohne Stipendium. Einen Zuschuss gibt es vom Staat: Das Schüler-BAföG richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und muss nicht zurückgezahlt werden. Auch Großeltern, Onkel und Tanten kann man statt Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken um einen kleinen Zuschuss bitten. Tipp: Mit einem Mix aus selbst Jobben, BAföG, Eltern und Verwandten können Schüler ihr Auslandsjahr gleich viel leichter finanzieren.
Alles rund um den Schüleraustausch finden Interessierte auf Portalen wie www.ausgetauscht.de und www.austauschschueler.de.
Beitrag von Claudia Till
Das beliebteste Land deutscher Austauschschüler ist nach wie vor die USA, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Australien. Aber auch exotische Ziele wie China, Thailand und Lateinamerika sind bei vielen Organisationen im Angebot. Die Anbieter bereiten die Schüler auf das Auslandsjahr vor, helfen bei den Formalitäten und vermitteln eine Gastfamilie sowie eine Schule.
Der richtige Zeitpunkt
Ein Auslandsjahr hat viele Vorteile: Man entdeckt eine andere Kultur, wird selbstbewusster und beherrscht am Ende eine Fremdsprache perfekt. Doch nicht für jeden ist ein Jahr in der Fremde das Richtige.
Interessierte sollten zwischen 15 und 18 Jahre alt sein. In Berlin und Brandenburg bietet sich die 10. Klasse an, wenn das Schuljahr nicht wiederholt werden soll. Die 11. Klasse ist abiturrelevant. Ein Auslandsjahr eignet sich aber nicht nur für Gymnasiasten. Realschüler können beispielsweise nach ihrem Abschluss teilnehmen. Gute Noten und Sprachkenntnisse sind weniger wichtig als soziale Kompetenz. Austauschschüler sollten offen, neugierig und optimistisch sein und ein gewisses Maß an Selbstständigkeit mitbringen. Auch mit Problemen müssen die Jugendlichen klar kommen können – denn die treten bei jedem mal auf.
Langfristig planen
Ein Schuljahr im Ausland sollte mindestens ein Jahr im Voraus geplant werden. Zunächst macht es Sinn, sich zu überlegen, wohin man eigentlich möchte. Vielleicht eine ganz neue Sprache kennen lernen? Oder doch lieber sein englisch verbessern? In Deutschland gibt es etwa 60 Anbieter. Die Wahl ist da nicht einfach. Interessierte sollten sich Zeit nehmen und eine Organisation suchen, die zu ihnen passt. Einige sind gemeinnützig, etliche bieten Stipendien oder bestimmte Programme an. Hilfreich sind persönliche Erfahrungen ehemaliger Austauschschüler, etwa auf Foren oder Blogs. Vorsicht vor einem reinen Preisvergleich: Bei vermeintlichen Schnäppchen sind zum Teil Flüge und Versicherungen nicht inklusive. Achten Sie deshalb auf die eingeschlossenen Leistungen.
Intensive Vorbereitung und Betreuung
Seriöse Anbieter bereiten die Schüler intensiv vor. Los geht es meist mit einem persönlichen Bewerbungsgespräch, das vor allem dazu dient, die Eignung des Jugendlichen festzustellen. Darüber hinaus bieten viele Organisationen Treffen mit Ehemaligen an. Ein mehrtägiges Seminar in Deutschland sowie zusätzlich im Gastland sollte nicht fehlen. Wichtig ist zudem eine verlässliche Betreuung vor Ort durch eine Partnerorganisation. Nach der Rückkehr ist eine Nachbereitung sinnvoll, sonst fallen viele Jugendlichen leicht in ein Loch.
Finanzierungsmöglichkeiten
Ein Auslandsjahr geht ordentlich ins Geld. Ein Austausch in die USA kostet etwa um die 8000,00 Euro. Dazu kommt noch Taschengeld für Kleidung oder Schulausflüge. Das können sich nur wenige Eltern problemlos leisten. Stipendien für die USA vergibt das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Auch viele Organisationen haben einen Stipendientopf, zum Beispiel die gemeinnützigen Anbieter AFS und YFU. Es geht aber auch ohne Stipendium. Einen Zuschuss gibt es vom Staat: Das Schüler-BAföG richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und muss nicht zurückgezahlt werden. Auch Großeltern, Onkel und Tanten kann man statt Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken um einen kleinen Zuschuss bitten. Tipp: Mit einem Mix aus selbst Jobben, BAföG, Eltern und Verwandten können Schüler ihr Auslandsjahr gleich viel leichter finanzieren.
Alles rund um den Schüleraustausch finden Interessierte auf Portalen wie www.ausgetauscht.de und www.austauschschueler.de.
Beitrag von Claudia Till



