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Studieren ist teuer: Fast 800 Euro pro Monat braucht der durchschnittliche Student zum Leben. Mehr als die Hälfte der Studenten hat daher einen Nebenjob - oftmals zu Lasten ihres Studiums. Die Alternative sind Stipendien. Aber welches Stipendium kommt für wen in Frage? Auskunft gibt die Hotline Elternkompass – und der zibb-Experte.
Über 2.000 Stipendiengeber gibt es in Deutschland. Bewerber sollten genau recherchieren, welches Stipendium für ihre spezielle Situation passend ist. Das erhöht die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung. Hilfreich sind dabei Suchmaschinen im Internet wie zum Beispiel www.stipendienlotse.de. Wichtig ist vor allem, sich frühzeitig um ein Stipendium zu bemühen. Manche Stipendiengeber planen mit einem Vorlauf von bis zu einem Jahr. Gute Chancen hat dabei nicht nur, wer gute Noten hat. Im Auswahlverfahren zählt auch ehrenamtliches Engagement. Besonders gefördert werden zudem Kinder mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien.
Fast 14.000 Studenten wurden im vergangenen Jahr mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Für die Stipendiaten ist es Auszeichnung und finanzielle Unterstützung zugleich. Zum einen erhalten sie während ihrer Regelstudienzeit 300 Euro pro Monat – die eine Hälfte kommt vom Staat, die andere von privaten Förderern. Zum anderen können die Kontakte zu den Geldgebern, also Unternehmen, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen oder Ehemaligenvereinigungen, den Berufseinstieg erleichtern. Bewerben können sich Interessenten direkt bei der teilnehmenden Hochschule, also etwa drei Viertel der 288 Hochschulen bundesweit.
Ganz anders funktionieren Stipendien speziell für Medizinstudenten. Sie erhalten nur dann monatlich bis zu 500 Euro, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium einige Jahre auf dem Land zu praktizieren. Das Ziel: dem Ärztemangel dort entgegen zu wirken. Solche Stipendien gibt es in Brandenburg zum Beispiel in den Krankenhäusern Eberswalde, Angermünde und Prenzlau.
Doch nicht nur Studenten werden gefördert. Gerade für sozial benachteiligte Schüler kann ein Stipendium überhaupt erst die Tür zum Studium öffnen. Die Roland-Berger-Stiftung etwa vermittelt Mentoren, die begabte Schüler bis zum Abitur begleiten. Bei den regelmäßigen Treffen besuchen sie zum Beispiel gemeinsam Museen – Orte, die die Schüler sonst wohl nicht kennen lernen würden. Und bei „Grips gewinnt“ gibt’s Zuschüsse von im Schnitt 150 Euro monatlich für Bücher, Museumsbesuche oder Sprachreisen.
Ein Beitrag von Christine Schaller












