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Mit Mink und Nutria bedrohen jetzt neben Waschbären und Marderhunde weitere Exoten die heimischen Tierarten. Wegen ihres begehrten Fells kamen sie einst in deutsche Farmen, aus denen sie dann flüchteten.

Die tierischen Einwanderer fühlen sich heute wohl in unserer Landschaft. Natürliche Feinde haben Mink (Amerikanischer Nerz) und Nutria (Sumpfbiberratte) nicht und breiten sich so immer mehr aus.
Die Sumpfschildkröte hat damit zu kämpfen. Seit etwa 10 Jahren macht der Waschbär ihr das Leben schwer. Wenn er auf Nahrungssuche geht, plündert er auch gern mal die Nester der Sumpfschildkröten. Seine scharfen Krallen knacken sogar ihre Panzer.
In Brandenburg gibt es die letzten europäischen Sumpfschildkröten nördlich der Alpen.
Früher kamen die Tiere draußen allein zurecht. Doch heute brauchen sie menschliche Hilfe und dazu gehört auch eine Waschbärenfalle.
Wie so viele andere Exoten hat auch der Mink bei uns in freier Wildbahn nichts zu suchen.
Der amerikanische Nerz kam Anfang des 20. Jahrhunderts per Schiff nach Europa, wurde hier in kleine Käfige gepfercht und gezüchtet.
Denn sein begehrtes Fell gefiel den Schönen und Reichen. Deshalb schmückten und wärmten sie sich mit ihm. Nach der Wende ließen viele Züchter die Pelztiere frei.
Das Geschäft mit den Fellen lohnte sich nicht mehr. Zudem befreiten selbsternannte Tierschützer viele Minks aus Farmen.
Die Tiere überlebten - zum Leidwesen vieler heimischer Arten. An manchen Fischteichen hört man heutzutage kaum noch Vogelgezwitscher oder andere Laute.
Wir sprechen mit dem Wildtierbeauftragten Berlin, Derk Ehlert, im Studio.











