Talk -
Nach einem vierwöchigen Einsatz auf den Philippinen ist der DRK-Spezialist Konrad Kerpa wieder nach Berlin zurückgekehrt. In der vom Taifun stark betroffenen Stadt Guiuan half er als Wasserexperte mit, eine DRK-Koordinierungszentrale zu errichten, ein so genanntes "Basecamp". Bei zibb erzählt er von seinem Einsatz.
Gerade ist Konrad Kerpa von den Philippinen zurückgekehrt. Vier Wochen lang war er dort auf der Insel Samar. Er hat keinen Beruf, sondern eine Berufung. Er will helfen. Der 51-jährige Berliner ist Feuerwehrmann, aber auch ehrenamtlicher Katastrophenhelfer des Deutschen Roten Kreuzes. Er half mit, das Chaos und die Verwüstungen zu beseitigen, die der Taifun Haiyan dort Anfang November hinterlassen hatte. Seine Einsatzkiste ist immer gepackt: Wenn sich irgendwo auf der Welt eine Naturkatastrophe ereignet, gehört er meist mit zum Hilfstrupp. Er war unter anderem bei Einsätzen in Polen, Mazedonien und Albanien dabei, in Indien, im Sudan, im Tschad, Iran, in Sri Lanka, Pakistan, auf Haiti und nun eben auf den Philippinen. "Jeder Einsatz berührt mich wieder neu", sagt er.
Konrad Kerpa ist der Wasserexperte des DRK. "Medizin und sauberes Wasser ist immer das erste, was Menschen nach Katastrophen brauchen", sagt der Mann, den alle nur Conny nennen. Kerpa baut mit seinem Team Wasseraufbereitungsanlagen auf. Aus verschmutztem Wasser kann so mit Hilfe von Filtertechnik und Chemie Trinkwasser entstehen. So können Hilfsbedürftige versorgt werden. Gleichzeitig ist das Wasser für die Hygiene wichtig, die Gefahr von Seuchen und Krankheiten kann gebannt werden.
Beitrag von Andrea Brandt









