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Anfang 2014 wird es einen drastischen Preisanstieg beim Strom geben. Schuld ist die EEG-Umlage, die dann auf 6,2 ct/kWh angehoben wird. Für die Verbraucher gibt es daher nur zwei Möglichkeiten, ihre Kosten zu senken. Die Stromanbieter wechseln oder den Stromverbrauch im Haushalt reduzieren.
Strompreise
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Pünktlich zum Jahreswechsel stehen mal wieder Strompreiserhöhungen an. Das Magazin Finanztest gibt im aktuellen Heft Tipps und Ratschläge für Verbraucher.
EEG-Umlage
Hauptgrund für die Erhöhung ist die EEG-Umlage, die im Jahr 2014 erneut steigen wird. Ab Januar beträgt ihr Anteil am Strompreis 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, werden Stromhersteller, die ihren Strom aus Quellen wie Solarenergie oder Windkraft beziehen gefördert. Sie bekommen ein festes Entgelt pro Kilowattstunde. Allerdings ist diese Vergütung in der Regel höher als der Preis, der an der Leipziger Strombörse dafür ausgehandelt wird. Die so entstehende Differenz wird am Ende an den Kunden weitergereicht. Größter Kritikpunkt an dieser EEG-Umlage ist, dass insbesondere energieintensive Großunternehmen Vergünstigungen erhalten oder sich sogar ganz davon befreien lassen können. Der Verbraucher muss diese Kosten am Ende mittragen. Übrigens sind auch Kunden mit einer Preisgarantie im Vertrag nicht automatisch von der Erhöhung verschont, denn oft ist Erhöhung von Steuern und Umlagen von der Garantie ausgeschlossen.
Tipps für Verbraucher
Dem Stromkunden bleibt nur der Anbieterwechsel. Nur das Verhalten der Kunden kann die Branche unter Druck setzen. Bei Preiserhöhungen hat der Kunde in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Um die schwarzen Schafe unter den Anbietern herauszufiltern lohnt sich ein Blick in die Tarifbedingungen. Die müssen genauso stimmen wie der Preis, damit am Ende kein böses Erwachen steht.
Achten Sie dabei auf folgende Kriterien:
- Monatliche Abschläge
- Preisgarantie für mind. 12 Monate
- Nicht vom Neukundenbonus blenden lassen
- Kurze Kündigungsfristen
Das Verbrauchermagazin Finanztest gibt am 14.11. und am 28.11. jeweils eine aktuelle Übersicht über die besten Stromtarife aus 20 Städten heraus, darunter auch Berlin. Allen anderen empfiehlt Finanztest einen Blick auf Vergleichsseiten wie Check24, Toptarif, oder Verivox. Auch bei den Vergleichsportalen sollten Verbraucher Vorsicht walten lassen. Überprüfen Sie unbedingt die Voreinstellungen in den Tarifrechnern, da sonst keine objektiven Ergebnisse herauskommen.
Ansonsten hilft vor allem eines: Sparen. Alte Geräte verbrauchen deutlich mehr als neue, energiesparende. Auch der Stand-By-Modus wie z.B. beim Fernseher ist eine Stromfalle. Sparen können Verbraucher auch, wenn die Wäsche öfter mal bei 40, statt bei 60 Grad durchläuft und der Geschirrspüler im Sparprogramm genutzt wird.
Heizstrom
Stromkunden bei denen auch die Heizung über Strom läuft, hatten bisher schlechte Karten. Inzwischen gibt es auch hier erste überregionale Anbieter. Das Sparpotential ist allerdings noch immer eingeschränkt.
Beitrag von Antje Pfeiffer











