Service -
Viele Menschen würden gerne mehr Sport machen und ihre Fitness etwas verbessen, können sich jedoch einfach nicht aufraffen und den inneren Schweinehund überwinden. Der Berliner Fitnessworker Karsten Schellenberg weiß, wie man Sportmuffel zu Spaß an der Bewegung motiviert.
Schlag den inneren Schweinehund!
Am Sonntag laufen sie wieder: Tausende Sportler aus aller Welt kämpfen sich beim Berlin-Marathon 42 Kilometer durch die Stadt. Die Fitness-Welle boomt. Oder doch nicht? Laut einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse gibt es immer mehr Bewegungsmuffel. Viele von ihnen würden gerne mehr Sport machen, können sich aber einfach nicht aufraffen.
Vielen Menschen fällt es schwer, sich zu bewegen, obwohl sie eigentlich das Gefühl haben, sie sollten mehr Sport machen. Die häufigste Begründung: Keine Zeit. Dabei kann man Bewegung in den Alltag integrieren. Das Problem ist das Anfangen. Wenn der Sport erstmal fester Bestandteil des Alltags ist, ist es meistens kein Problem mehr, dabei zu bleiben.
Fitnesstrainer Karsten Schellenberg rät dazu, in sich reinzuhören: Was macht mir Spaß? Gruppensport? Schwimmen? Wandern? Der Spaß muss mit dabei sein. Ohne ihn wird es schwer, durchzuhalten. Die Motivation sollte auch von innen heraus kommen, aus einem selbst heraus. Es hilft nicht viel, wenn andere (Ehepartner, Freunde) einen zum Sport überreden. Dann bleibt man meist nicht lange dabei. Was allerdings motivierend wirken kann: Sich mit Freunden zum Sport verabreden und feste Termine einplanen. Wenn man weiß, dass der Laufpartner auf einen zählt, fällt es schwerer, abzusagen.
Sport-Psychologen raten auch dazu, den „inneren Schweinehund“ als Freund zu betrachten, nicht als Feindbild, das man ständig bekämpfen muss. Das führt nur zu Frustrationen.
Die größten Anfängerfehler
Sich zuviel vorzunehmen, alles auf einmal zu wollen, unrealistische Ziele setzen und sich zu sehr unter Druck setzen. Das sind laut Karsten Schellenberg die größten Fehler zu Anfang. Ein guter Trainer hilft dabei, das eigene Maß zu finden und realistische Ziele zu finden.
Was tun bei Durchhängern zwischendurch?
Das kennt jeder: Irgendwann kommt ein Tief, aus dem es schwer ist, sich weiter zu motivieren. Damit es gar nicht erst so weit kommt, rät Karsten Schellenberg dazu, beim Training möglichst keine Routine aufkommen zu lassen, Übungen und Belastungen öfter zu wechseln. Also beispielsweise mal schneller und kürzer, dann wieder langsamer und länger laufen. Auch sollte man seine Trainingsstrecke möglichst oft variieren, um so auch dem Auge Abwechslung zu verschaffen. Wenn man merkt: Durch den Sport ist man insgesamt ausgeglichener, entspannter, hat man es geschafft. Dann ist der Sport ein wichtiger Teil des Lebens, ohne den man sich nicht mehr gut fühlt.
Beitrag von Sina Krambeck










