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Noch vor nicht zu langer Zeit galten sie als Eigenbrödler, schrullig, verschroben. Denn es gibt sie noch gar nicht so lange, die Diagnose: Autismus. Allein in Berlin leben 30.000 Autisten. Sie alle sind in unterschiedlicher Ausprägung betroffen.
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Symptome
Menschen mit Autismus können soziale und emotionale Signale nur schwer einschätzen und haben ebenso Schwierigkeiten, diese auszusenden. Deshalb wirken ihre Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen selten angemessen, und sie haben Schwierigkeiten, ihr Verhalten an eine soziale Situation anzupassen. Auch die Entwicklung des Sprachgebrauchs und des Sprachverständnisses ist betroffen: Autistischen Menschen fällt es schwer, etwa ihre Sprachmelodie oder ihre Tonlage an eine Situation anzupassen. Ebenso gebrauchen sie kaum Gestik, um den Sinn einer Aussage zu unterstreichen. Alltägliche Aufgaben führen Autisten meist starr und routiniert aus. Typisch sind sich wiederholende und stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten. Kinder beschäftigen sich beispielsweise gerne mit Fahrplänen oder anderen Datensammlungen. Veränderungen von Handlungsabläufen oder etwa der Wohnungseinrichtung können Autisten Probleme bereiten und für teils heftige Reaktionen sorgen.










