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Noch vor nicht zu langer Zeit galten sie als Eigenbrödler, schrullig, verschroben. Denn es gibt sie noch gar nicht so lange, die Diagnose: Autismus. Allein in Berlin leben 30.000 Autisten. Sie alle sind in unterschiedlicher Ausprägung betroffen.
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Förderung beim frühkindlichen Autismus
Je frühzeitiger eine Therapie einsetzt, desto wirkungsvoller kann sie sein. Bei der Förderung zu Hause kommen Therapeuten dreimal in der Woche für mehrere Stunden. Dann wird Sprechen, Spielen und selbständiges Handeln geübt. In manchen Wochen lernte ein Kind nur ein Wort, in anderen auch mal mehrere. Mehr als zwanzig Übungen pro Nachmittag können so eine Förderung beinhalten. Die verschiedenen Therapien haben unterschiedliche Schwerpunkte: Erkennen von Gefühlen, sozialer Umgang, Sprechen lernen. Ärzte fordern noch weitere Studien, um die Wirkung der verschiedenen Therapien besser einschätzen zu können.
Damit sich ein Kind mit frühkindlichem Autismus entwickeln kann, ist die Mitarbeit des Umfeldes ausschlaggebend. Das Kind muss die neuen Verhaltensweisen
nicht nur in den Therapiestunden üben, sondern ebenso im Alltag zu Hause anwenden. Dazu bedarf es viel Einsatz und Geduld der Eltern. Für autistische Kinder ist es eine wichtige Erfahrung, dass sie vollständig integriert werden – bis zu dem Punkt, bis zu dem sie es selbst zulassen können. Die Umwelt sollte lernen, die Grenzen und Möglichkeiten der Menschen zu akzeptieren und damit umzugehen.










