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Noch vor nicht zu langer Zeit galten sie als Eigenbrödler, schrullig, verschroben. Denn es gibt sie noch gar nicht so lange, die Diagnose: Autismus. Allein in Berlin leben 30.000 Autisten. Sie alle sind in unterschiedlicher Ausprägung betroffen.
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Späte Diagnosen bei leichterem Autismus
Gerade Menschen mit einer normalen Intelligenz und dem bis dato genannten „Asperger Syndrom“ erleben, dass sie erst in der Lebensmitte eine entsprechende Diagnose bekommen. In Psychotherapien können diese Betroffenen lernen, ihre Krankheit zu akzeptieren und damit leben zu lernen. Gleichzeitig erleben sie es als große Entlastung, eine Erklärung zu haben für ihre „zwanghaften“ Verhaltensweisen, die für andere irritierend waren und für sie selbst.. Das kann auch im nahen Umfeld zu mehr Verständnis führen. Auch erwachsene Autisten haben durch Training und Psychotherapie die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung zu schulen, emotionale Strukturen ihrer Umwelt zu erlernen, zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, soziale Kompetenz und kommunikative Fertigkeiten zu entwickeln. Die Krankheit lässt sich nicht heilen, aber es lässt sich damit leben. Immerhin haben 50% der so genannten Asperger Patienten bereits Partnerschaftserfahrungen gemacht.
Experten bei zibb:
Dr. Isabel Dziobek, leitet die Autismus-Ambulanz an der Charité. Ihr Arbeitsbereich an der FU Berlin ist Emotionspsychologie und affektive Neurowissenschaften:
Tel.: 030-838 56638
Mutter des autistischen Kindes im zibb-Beitrag, ansprechbar für betroffene Eltern










