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ist eine jahrtausende alte indische Heilkunst. Übersetzt bedeutet es "Wissen vom Leben". Bei uns kennt man Ayurveda hauptsächlich als wohltuende Ölgüsse und Massagen. Aber ein wesentlicher Teil des Ayurveda ist die Ernährung.
Bei welchen Beschwerden/Krankheitsbildern kann Ayurveda bzw. ayurvedische Ernährung helfen?
Es wird bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, Bluthochdruck, Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, allgemeine Schwäche und Erschöpfung.
Wirksamkeit
Das Immanuel-Krankenhaus startet jetzt eine Studie zu Ayurveda und Burnout. Darin werden Ayurveda-Lebensstil und Ernährung bei Frauen mit Burnout Syndrom untersucht.
Was sind die Hauptmerkmale der ayurvedischen Ernährung?
Die Nahrung sollte so beschaffen und zubereitet sein, dass sie für den Organismus maximal nutzbar ist. Ayurvedische Ernährung ist meistens warm, gekocht und gewürzt, das ist besser verdaulich als Rohkost. Sie ist weitestgehend vegetarisch, von höchster Qualität und aus der Region kommen. Wichtig ist auch eine Regelmäßigkeit der Mahlzeiten, an die sich der Körper gewöhnen kann. Es gibt typische Nahrungsmittel und Gewürze in der ayurvedischen Ernährung. Als Beispiel kann man den Kürbis oder anderes Wurzelgemüse nehmen, er ist süß, nahrhaft und sehr leicht verdaulich, von daher gut für geschwächte Personen. Das ist besser als hochkalorischer Quark oder Käse.
Typische Gewürze
Eine große Rolle in der ayurvedischen Ernährung spielen die Gewürze. Sie werden je nach Doscha-Typ eingesetzt: z.B. Ingwer, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Fenchel, Safran, Zimt, Senfkörner.
Doshas
Im Ayurveda geht man davon aus, dass in jedem Menschen drei Funktionsprinzipien bzw. Bioenergien wirken: Vata steht für alles, was mit Bewegung zu tun hat. Pitta für den Stoffwechsel, die Verdauung. Kapha für die Struktur den Aufbau, also z.B. Fettgewebe, Lebergewebe, Gehirn. Es handelt sich um ein Veranschaulichungsbild. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der Doshas, sind also einzelne zu stark oder schwach ausgeprägt, ist die Balance gestört und man wird krank. Durch entsprechende ayurvedische Ernährung bringt man die Doshas wieder ins Gleichgewicht.
Ghee
Das ist Butterschmalz, dem durch Erhitzen das Wasser und Milcheiweiß und Milchzucker entzogen wurde. Das kann man selber herstellen. Es ist ein leicht verdauliches Fett, erhitzt den Körper nicht so wie andere Öle. Aufgrund seiner biochemischen Eigenschaften ist es leicht gewebegängig: alles was fettlöslich ist, kann schneller transportiert werden. Man sollte Ghee nur in geringen therapeutischen Dosen verwenden.
Allgemeine Tipps für Ayurveda-Ernährung
Achtsamkeit bei der Ernährung, viel Wert auf Qualität legen, sich Zeit nehmen und nicht ablenken lassen beim Essen, vier Stunden Zeit zwischen den Mahlzeiten lassen. Gewürze benutzen, sie unterstützen den Verdauungsvorgang. Milch sollte nicht zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden, sie lässt sich jedoch gut mit Getreide- und Reis- (produkten), Gewürzen, Mandeln, Rosinen und Datteln kombinieren. Abends schwere Nahrungsmittel vermeiden (wie Fleisch, Wurst, Hartkäse usw.). Das Mittagessen sollte die Hauptmahlzeit sein.
Beitrag von Susanne Stein




