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Die Diagnose Krebs löst bei vielen Betroffenen Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit aus. Im Berliner Immanuel Krankenhaus hat nun eine Tagesklinik für naturheilkundliche Onkologie eröffnet.
Bundesweit erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jährlich mehr als 400.000 Menschen an Krebs. Die Diagnose löst bei den Betroffenen meist große Angst und Hilflosigkeit aus. Viele fallen in ein tiefes Loch.
Im Berliner Immanuel Krankenhaus hat nun eine Tagesklinik für naturheilkundliche Onkologie eröffnet. Krebs-Patienten können dort zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung naturheilkundliche Verfahren kennenlernen – ein Konzept, das in den USA bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich angewendet wird.
Die Teilnehmer treffen sich zwölf Wochen lang einmal pro Woche für einen ganzen Tag im Immanuel Krankenhaus. Im Programm erfahren sie Wissenswertes über gesunde Ernährung, lernen verschiedene Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga oder Quigong kennen, gehen gemeinsam walken und erfahren etwas über den richtigen Umgang mit Stress und negativen Gedanken. Denn gerade für Krebs-Patienten ist es wichtig, aus dem Kreislauf aus negativen Gedanken und Stress auszusteigen und an sich zu denken.
Das Programm basiert auf der sogenannten "Mind-Body-Medizin", die in den USA schon länger angewendet wird. "Mind" steht für "Bewusstsein" für den eigenen Körper ("Body"). Der Grundgedanke dahinter ist, dass der Geist den Körper und damit die Selbstheilungskräfte beeinflusst. Dies ist besonders wichtig bei Krebs, da Krebs ja immer wieder, auch noch nach Jahren, wieder auftauchen kann. Hier geht man davon aus, dass das Immunsystem durch das Gehirn gesteuert wird und dementsprechend Krebszellen von einem starken Immunsystem in Schach gehalten werden können. Die Mind-Body-Medizin integriert moderne wissenschaftliche Medizin, Psychologie, Ernährung und körperliche Betätigung, um die natürlichen Selbstheilungskräfte zu stimulieren.
Das Ziel der Tagesklinik ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers und das Immunsystem zu stärken, Angst zu nehmen, Zuversicht und Gelassenheit zu vermitteln. Wichtig: Es ist keine Alternative, sondern nur eine Ergänzung zur Schulmedizin.
Die Patienten, die am Programm teilnehmen, sind zum einen akut in der Krebsbehandlung, zum anderen sind es Betroffene, bei denen die Diagnose und schulmedizinische Therapie schon länger zurückliegt, die aber noch regelmäßig zur Kontrolle müssen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten
Beitrag von Sina Krambeck
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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