Als Fagezeichen auf einem Teller drapierte Spaghetti, Quelle: dpa

Service - Die 5:2 Diät

Maßloses Schlemmen, essen, auf was man Lust hat – an fünf Tagen in der Woche kann man so leben und dabei noch abnehmen, wenn – ja wenn man an den  beiden übrigen Tagen der Woche fastet, bzw. nur noch ein Minimum an Kalorien zu sich nimmt.

5:2 Diät heißt dieser Abnehm-Trend aus Großbritannien, der jetzt zu uns schwappt. Zibb erklärt, wie es gehen kann. Expertin im Studio: Elisabeth Lange, Ernährungsberaterin, Journalistin, Buchautorin. Sie hat das Buch geschrieben: "Die 5:2-Diät: 5 Tage essen – 2 Tage Diät", GU 19,99 EUR

Isst man dann nicht extra viel, wenn man an zwei Tagen fastet?

Die Expertin meint: Nein. Mit der 5:2 Diät verliert man sogar doppelt so viel Fett wie mit einer Dauerdiät, das ist klinisch erprobt. Das haben Wissenschaftler untersucht: Die Betroffenen essen an den „freien“ Tagen zwar mehr als sonst, aber es sind im Durchschnitt nur etwa 10 Prozent mehr. Was noch wichtiger ist: sie bekommen keine Heißhungerattacken, und sie nehmen durch die unterm Strich geringere wöchentliche Kalorienzufuhr deutlich ab.

Das Besondere
Es ist eine lockere Diät, zwei Tage reichen, um die Esslust zu bremsen und den Appetit zu regulieren. Beim Essen kehrt der Genuss zurück, die Gier verschwindet. Es hilft die Fettpolster aufzulösen und schont die Muskeln. Man hat schnelle Erfolge, ein neuer Lebensstil entsteht.
Das Durchhalten fällt den meisten leichter, weil es ja nur auf zwei Tage beschränkt ist, das mindert den Leidensdruck. Außerdem können auch Vielbeschäftigte die 5:2 Diät besser in den Alltag integrieren.

Welche Mitnahme-Effekte gibt’s außer dem Abnehmen?
Zeitweises Fasten verlangsamt den geistigen Alterungsprozess, stoppt übermäßige Esslust, sinkt das Risiko vieler Krebsarten, kann lautes Schnarchen stoppen

So geht’s
Vor dem Start überlegen, an welchen Wochentagen das Fasten am besten passt.  Die Tage im Kalender eintragen und möglichst nicht mehr dran rütteln, damit sich der Körper an den Rhythmus gewöhnt. Die beiden Tage sind frei wählbar, entweder hintereinander oder einzeln gelegt. Die meisten legen die Tage auf geschäftige Arbeitstage, weil man da ohnehin weniger ans Essen denkt. An diesen zwei Fastentagen sind kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Kartoffeln, Brot, Nudeln und Süßigkeiten tabu. Stattdessen stehen Eiweißreiches und Gemüse auf dem Speiseplan. Insgesamt dürfen pro Tag nicht mehr als 500 Kalorien auf dem Teller landen.  Darunter sollten etwa 250 Gramm vom Fisch, Eiern Tofu, Quark und /oder Fleisch sein. Und den Teller üppig mit etwa einem Pfund Gemüse auffüllen. Ob man die 500 Kalorien auf einmal zu sich nimmt oder aufgeteilt in zwei Mahlzeiten, ist egal. Zu trinken gibt es Tee, Wasser, Kaffee, keinen Alkohol. Esspausen zwischen den Mahlzeiten sind sehr wichtig. Sollte sich Hungergefühl einstellen, ruhig den Magen eine Weile knurren lassen, das geht vorbei. Sündige Gedanken durch Ablenkung vertreiben. Wenn es ganz schlimm kommt, ein gekochtes Ei essen oder eine Brühe schlürfen. Auch wichtig: ausreichend Bewegung, möglichst oft draußen, denn Sonne kurbelt den Stoffwechsel an.


Warum kommt es darauf an, was man an den Fastentagen isst?
Weil man sonst schlapp machen würde und die Muskeln abbauen würden, deshalb eiweißreich.
Auch wichtig: Viel trinken ja, aber bitte kein salzarmes Wasser!!! Da würde man sich trocken trinken….

Sind diese Kalorien-Angaben in Stein gemeißelt?
Nein, es kommt natürlich darauf an, ob Frau oder Mann, ob groß oder klein, ob man einen hohen Grundumsatz hat, ob man sich viel oder wenig bewegt…..

Warum sind Esspausen so wichtig?
Weil unser Körper es schon nicht mehr gewohnt ist, zu pausieren, weil wir ständig snacken, naschen und so der Stoffwechsel völlig durcheinandergeraten ist, wir gieren nach Zucker und Salz und wollen immer mehr. Forscher wissen: Unsere Messfühler im Verdauungstrakt ermüden, wenn wir ständig essen, es kommen im Gehirn immer weniger Sättigungssignale an. Dann verlangt der Körper immer mehr, immer stärkere Reize. Weil bei jeder Mahlzeit Insulin ausgeschüttet wird, verliert der Körper zusehends die Motivation, aktiv zu sein, um Zucker und Fett zu verbrennen. Legen wir eine Esspause ein, können sich die Messfühler erholen. Sie reagieren wieder empfindlicher, und kleine Portionen machen wieder satt, zufrieden und aktiv.

Zwei schnelle Fasten-Rezeptideen aus dem Buch
 Z.B. Putensteak mit Paprika-Avokadosalat. Für zwei Portionen einen Salat aus einer halben Avocado, 100 Gramm Kirschtomaten, einer Zwiebel sowie einer Paprika bereiten. Zwei Putensteaks á 125 Gramm  in wenig Öl anbraten. Eine Salatsoße aus Orangen- und Limettensaft, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer über den Salat gießen. Einen besonderen Kick geben Chiliflocken und gehackte Petersilie. Ein einfaches, schnelles und leckeres Rezept mit nur 250 Kcal.

Fürs Essen im Job kommen in die Lunchbox  eine Handvoll Rucola, Hähnchenbrust, eine halbe Paprika sowie ein Teelöffel gehackter Erdnusskerne. Fertig ist der schnelle Mittagssnack für unterwegs.


Was gibt’s denn zum Frühstück an den Fastentagen?
Z.B. ein gekochtes Ei, Omelette, Quark mit Beeren oder Kaffee eben mit viel Milch…

Wie geht’s hinterher weiter, wenn man sein Wunschgewicht erreicht hat?
Um das Gewicht zu halten, könnte man z.B. 6:1 machen, also nur einen Fastentag die Woche einlegen. Und unbedingt darauf achten, dass man Esspausen einhält, nicht ständig snacken. Z.B. spät frühstücken und recht früh zu Abend essen.

Für wen ist die 5:2 Diät geeignet, für wen nicht geeignet?

Im Prinzip für alle. Kinder und Jugendliche sollten es aber nur nach ausdrücklicher Anweisung des Arztes machen.

Sollte man vorher einen Arzt konsultieren?
Ja, das ist immer besser.

 

Beitrag von Susanne Stein

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