Abenteuer Ernährung - ein Tag im Leben eines Schulkindes

Service - Ernährungsportale im Internet

Das Interesse an Themen rund ums Essen ist riesig und immer mehr Menschen klicken sich schnell durchs Internet, um an Informationen zu gelangen: Doch Achtung, viele Ernährungsportale sind mit Vorsicht zu genießen!

Verkauf statt Aufklärung

In Ernährungsportalen im Internet wird verkauft statt aufgeklärt – zu diesem Schluss kommt die Verbraucherzentrale Hamburg und warnt. Ihre Untersuchung zeigt: in vielen Portalen sind PR-Strategen unterwegs. Die Seiten geben sich ein seriöses Image: Hilfe - Ratgeber - Sachdiskussion. Doch in den Texten verstecken sich Werbung oder Links zum Sofortkauf. Die Verbraucherzentrale hat 12 Seiten bewertet
Das Internet ist für manchen ein Ratgeber alltäglicher Fragen geworden. Besonders Ernährungs- und Gesundheitsportale werden oft genutzt. Viele Fragen sollen geklärt werden: Was sollte mein Baby essen? Wie ernähre ich mich bei Krebs? Welche Diät bringt den gewünschten Erfolg? Was ist bei Laktoseintoleranz oder Diabetes zu beachten?

Es gibt eine Vielzahl von Portalen, die Antworten anbieten. Das Problem: sie sind gleichzeitig ein einträgliches Terrain für die Werbewirtschaft geworden, denn Inhalt der Information und Produktwerbung können so nah beieinander liegen.

Die Untersuchung der VBZ

Diese Form der Verflechtung ist es auch, die die VBZ Hamburg unter die Lupe genommen hat. Denn die Einrichtung hat festgestellt: Auf den ersten Blick wollen die Portale aufklären, beraten und helfen, doch oft verstecken sie die dahinter stehenden Absatzinteressen und informieren nicht objektiv. Bei ihrem Website-Check hat die VBZ die Angebote hinsichtlich Transparenz, Verkaufsinteresse und Objektivität der Inhalte unter die Lupe genommen und kommt zu folgenden Ergebnissen:

Informationen zum Anbieter
Auf sechs von zwölf Internetseiten können Verbraucher nicht oder nur sehr schwer erkennen, wer hinter dem Angebot steckt. Entweder sind die Informationen zum Anbieter nicht zu finden oder kaum aussagekräftig, weil etwa PR-Agenturen oder Vereine mit wohlklingenden Namen aufgeführt werden, oder es verstecken sich Konzerne dahinter.

Verkaufsinteresse
Bei acht Websites ist das Verkaufsinteresse als groß zu bewerten. Dabei werden redaktionell aufbereitete Inhalte als Aufhänger mit Direktverlinkungen für den Produktverkauf genutzt. So ist auf der Seite rund-ums-baby.de zum Thema nur Werbung von Hipp geschaltet. Das Forum „Ernährung von Babys und Kleinkindern“ wird vom Hipp Elternservice betreut. Nur vier Website-Betreiber beantworteten Nachfragen zu Finanzierung und Unabhängigkeit, sieben äußerten sich selbst nach einem zweiten Anschreiben nicht und ein Anbieter konnte überhaupt nicht kontaktiert werden, weil das gesetzlich vorgeschriebene Impressum fehlte.

Objektivität der Ernährungsberatung
Bei neun von zwölf Seiten ist die Objektivität der Ernährungsberatung mangelhaft oder stark eingeschränkt. So preisen zwischen vermeintlich neutralen Ernährungsinformationen Konzerne wie Danone, Unilever und Nestlé unverhohlen ihre Produkte an. Auch die Qualität der Informationen variiert sehr stark – von Banalitäten und unsinnigen Diät-Tipps bis zu wissenschaftlich abgesicherten, hilfreichen Informationen für Betroffene.

Tipps der VBZ:

• Achten Sie darauf, wer der Anbieter der Seite ist. Gibt es auf der Startseite einen klaren Hinweis. Ist im Impressum der Website die Firma genannt, die hinter dem Angebot steht?

• Suchen Sie nach Informationen zur Finanzierung der Seite: Werbebanner, Links auf Portale zum Kauf von Nahrungsergänzungen, Diätpillen etc. sind oft Zeichen für fehlende inhaltliche Ausgewogenheit und Neutralität.

• Erscheint die Darstellung ausgewogen oder wirkt sie eher wie ein Werbetext? Bei vielen Produkten oder Therapien gibt es Vor- und Nachteile, Wirkungen und Nebenwirkungen. Seriöse Informationen sollten darauf
hinweisen.

(zitiert aus VBZ Hamburg)