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Gewichte stemmen, Rad fahren oder Kurse machen – rund 8 Millionen Deutsche sind Mitglied in einem Fitnessstudio. Besonders zum Jahresbeginn melden sich viele Neulinge mit guten Vorsätzen an. Dabei konkurrieren teure Trainingsclubs mit günstigen Discountanbietern.
Das Angebot ist riesig, aber nicht jedes Fitnessstudio ist empfehlenswert. Die Stiftung Warentest hat jetzt die Qualität von Fitnessstudios untersucht.
Teuer ist besser
Die teureren Trainingsclubs schneiden im Test besser ab als Discountanbieter. Bei der Betreuung der Freizeitsportler hapert es aber auch bei den teuren Fitnessclubs häufig. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.
Mit dem Qualitätsurteil „Gut“ schnitten die Studios von Injoy und Fitness First ab. Sie bieten ab 600 Euro Mitgliedschaft im Jahr das volle Programm: Kraft- und Ausdauertraining sowie Kurse. Das ebenfalls „gute“ Kieser-Training bietet ausschließlich Krafttraining an Maschinen zu einem Jahresbeitrag ab 590 Euro. Einführung und Trainingsbedingungen sind bei diesen drei Studios „gut“, die Betreuung könnte allerdings noch besser sein.
Betreuung könnte meist besser sein
Marktführer McFit schnitt „befriedigend“ ab, hier kritisieren die Tester, dass zu wenig Wert auf fundiert geschultes Personal gelegt wird und es zudem zu wenige Trainer gibt. Noch schlechter sieht es bei den beiden mit „ausreichend“ bewerteten Fitnessstudios aus: Hier waren die Trainer wenig kompetent und unaufmerksam oder selten anwesend.
Trainingstipps
Für Einsteiger gilt: Besuchen Sie Probetrainings in den Studios, die für Sie in Frage kommen. Gefallen Ihnen Angebote, Atmosphäre, Räumlichkeiten und Betreuung? Achten Sie dann bei Vertragsabschluss auf kurze Vertragslaufzeiten.
Für Anfänger sollte ein Fitness-Check unerlässlich sein. Ebenso für Sportler über 35 Jahre, die länger körperlich inaktiv waren. Am besten ist eine sportmedizinische Untersuchung.
Bei der Trainingsgestaltung gilt: Für Anfänger sind zwei bis drei Einheiten pro Woche empfehlenswert. Dauer: Jeweils 30 bis 45 Minuten. Dazwischen sollte wenigstens ein Ruhetag liegen. Achten Sie auf Abwechselung im Trainingsplan.
Das Krafttraining absolvieren Anfänger am besten an Maschinen. Achten Sie beim Probetraining darauf, wie gut diese zu Ihrer Trainingszeit verfügbar sind. Fortgeschrittene sollten auch zu Freihanteln greifen.
Als Ausdauertraining sind am besten Gehen, Walken oder Laufen im Freien geeignet. Gelenkschonender aber sind Fahrradergometer oder Crosstrainer.
Beitrag von Michael Großmann











