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Sie sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund: Esskastanien, auch Maronen genannt. Wegen ihres hohen Stärkegehalts wurden sie früher zu Mehl gemahlen und galten als "Brot des kleinen Mannes". Außerdem: der Herbst ist auch Erntezeit für Wurzeln, so auch vom Löwenzahn. Mehr dazu im Service.
Maronen - Vitamine mit Stacheln
In China waren Esskastanien schon sehr früh als wichtiges Lebens- und Heilmittel bekannt. Sie sind noch heute dort den "Geistern des fruchtbaren Landes" geweiht und werden oft in der Nähe von Altären und heiligen Orten gepflanzt. Der Baum gilt auch als Symbol der "weisen Voraussicht", denn sie lässt ihre Früchte im Herbst als Wintervorrat für Menschen und Tiere heranreifen.
Lange bevor die Kartoffel auf unsere Teller kam, gehörten die Maronen auch hierzulande zu den Grundnahrungsmitteln. In den stachligen Fruchthülsen steckt der Kern. Maronen sind nicht mit der gewöhnlichen Rosskastanie verwandt, sondern mit der Buche. Sie machen satt und geben besonders in den kälteren Jahreszeiten ein wohliges Gefühl. Die Früchte wirken allgemein aufbauend, stärkend und stopfend und helfen bei Durchfall.
Zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine stecken in der Marone. Sie liefert B-Vitamine, Vitamin E, Kalium, Magnesium und Vitamin C. Auch äußerlich können Maronen helfen: bei Rheuma, Schlaflosigkeit und "zornigem Gemüt" Blätter und Fruchthülsen mit Wasser gekocht als Dampfbad oder als Saunaaufguss nutzen. Natürlich kann man Maronen auch schon geschält und vakuumverpackt kaufen, doch sie selbst zu sammeln ist ein Spaß und ein größerer Genuss. Die Schalen werden eingeritzt, wenn die Maronen bei 250 Grad etwa 15 Minuten geröstet werden, lassen sich die Schalen lösen. So sind die Maronen bereits ein gesunder Snack, aber auch eine raffinierte Zutat für süße wie für pikante Speisen.
Rezept für Maronencremesuppe
Erst das Suppengrün, dann die Maronen in einen Topf geben. Scharf anbraten, damit sich die Röstaromen der Kastanien entfalten können. Mit Brühe aufgießen, ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Sahne abschmecken. Alles pürieren und dann guten Appetit.
Löwenzahn - in der Wurzel steckt die Kraft
Löwenzahn ist viel zu schön und zu wertvoll, um als Unkraut lieblos behandelt zu werden.
Das gilt nicht nur für Blätter und Blüten, sondern auch für die Wurzel. Jetzt, wenn sie
verblüht ist und die Kraft der Pflanze sich in der Wurzel sammelt, ist die beste Erntezeit.
Sie enthält Bitterstoffe, Mineralstoffe,viel Kalium und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Sie
aktiviert den Stoffwechsel und reguliert die Verdauung, ist inulinreich und deshalb gut für
Diabetiker.
Aus der getrockneten Löwenzahnwurzel läßt sich ein heilender Tee zubereiten. Äußerlich
angewendet - mit Umschlägen - kann sie gegen auch bei Kindern gegen Ausschläge
helfen.
Rezept für Löwenzahnkaffee
Die geerntete Löwenzahnwurzel wird gewaschen, in Stücke geschnitten, getrocknet und
später in der Pfanne geröstet. Zu Pulver gemahlen wird sie dann mit Wasser aufgekocht,
nach Bedarf mit Honig oder Milch verfeinert und durch ein Sieb abgegossen. Eine
gesunde Alternative zum Bohnenkaffee!
Beitrag von Andrea Brandt












