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Dunkelheit, Kälte, trübes Wetter - wer im Winter unter schlechter Laune leidet, dem kann womöglich die Naturheilkunde helfen.
Pflanzen wie Melisse, Rose, Lavendel oder Johanniskraut wirken stimmungsaufhellend. Die zibb-Kräuterexpertin Dr. Kristin Peters verrät ihre Tricks.
Der Klassiker unter den pflanzlichen Stimmungsaufhellern ist das Johanniskraut. Es wird schon seit über 2000 Jahren als Heilmittel geschätzt. Sonne in die Tasse - gemischt mit anderen Gute-Laune-Kräutern wird die Pflanze mit den sonnengelben Blüten zum "Tee der Freude". Geeignet sind zum Beispiel Zitronenmelisse, Angelikawurz (auch Engelwurz genannt), Rosenblüte, Holunderblüte, Steinklee, Löwenzahn, Weißdorn, Schlüsselblume, Gänseblümchen oder Königskerzenblüten.
Einige Studien haben inzwischen sogar bewiesen, dass Johanniskraut ebenso gut bei leichten und mittelschweren Depressionen hilft wie chemische Antidepressiva. Als Hauptwirkstoffe gelten Hyperofin und Hyperocin. Sie sorgen dafür, dass das Gehirn mehr Serotonin und andere Botenstoffe produziert, der gestörte Nervenstoffwechsel kommt dadurch wieder ins Gleichgewicht. Entscheidend ist allerdings die Dosis. Erst Präparate mit 900 mg Johanniskrautextrakt wirken gegen Depressionen. Und Vorsicht: Johanniskraut schwächt die Wirkung mancher Medikamente ab, zum Beispiel der Antibabypille oder Blutverdünner. Johanniskraut macht außerdem sonnenempfindlich. Also besser während der Einnahme aufs Solarium verzichten.
Aber Johanniskraut ist nicht nur ein pflanzliches Antidepressivum. Johanniskrautöl - auch Rotöl genannt - kann innerlich angewandt bei Magen-Darm-Beschwerden, äußerlich bei Rheuma und Hauterkrankungen helfen. Mit Bienenwachs gemischt wird daraus ein Lippenbalsam, der bei Herpes wirken kann. Für gute Laune sorgt es außerdem, wenn es mit Milch, Sahne oder Honig als Badezusatz verwendet wird. Das Öl wird gewonnen aus der blutroten Flüssigkeit, die die Pflanze absondert.
Ein weiterer Gute-Laune-Tipp der Kräuterexpertin: Naturreine ätherische Öle entweder in eine Duftlampe oder auf feuchte Tücher auf der Heizung träufeln. Fünf bis zehn Tropfen reichen bereits aus. Stimmungsaufhellend wirken zum Beispiel Bergamotte, Orange, Lavendel, Melisse, Rose, Grapefruit, Iris, Jasmin, Muskatellersalbei, Kiefer, Lemongras, Patchouli, Manuka, Sandelholz, Rosengeranie, Weihrauch, Zitrone und Ylang Ylang. Verdünnt mit Olivenöl (auf 50 ml Öl kommen 10 Tropfen des Lieblingsdufts) sind sie auch für Massagen, Einreibungen und Vollbäder geeignet.
Beitrag von Christine Schaller










