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Die Ringelblumensalbe ist eine hervorragende Heilsalbe und gehört in jede Hausapotheke. Ihre ätherischen Öle und weitere Inhaltsstoffe wirken u.a. bei Ausschlägen, Flechten und Verletzungen. Ein Kräuterbitter hilft bei Verdauungsproblemen.
Die Salbe kann sehr leicht selbst hergestellt werden und das zeigen wir im zibb-Sommergarten.
Heilwirkung der Ringelblume:
Ringelblüten sind ein wahres Wundermittel: Als Salbe heilen sie Wunden, desinfizieren, pflegen Narben, hemmen Entzündungen, stillen den Schmerz und regenerieren die Haut. Innerlich angewendet helfen die gelben und organge-farbenen Blüten sogar bei Gastritis.
Tipp: Ringelblütensalbe auch bei Sonnenbrand anwenden!

Rezept für Ringelblütensalbe:
Die zibb-Kräuterexpertin Dr. Kristin Peters hat ihr persönliches Salbenrezept mit in den Sommergarten gebracht. Und das geht so: Die Blüten am besten an einem warmen Sonnentag sammeln. Zuhause die Blütenblätter auszupfen und mörsern, sofort mit einem guten Öl – am besten Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau – in einen Emaille-, Holz- oder Glastopf geben. Wichtig: Es sollte mindestens die Hälfte Blütenmasse sein. Die Mischung langsam erhitzen, aber nicht kochen. Etwa 20 Minuten unter hoher Hitze halten und dabei ständig mit einem Holzlöffel umrühren. Topf verschließen und auskühlen lassen. Das ausgekühlte Öl durch ein Küchentuch in einen Messbecher durchseihen und ausdrücken. Auf 100 ml gefiltertes Öl kommen nun 10 Gramm Bienenwachs und 10 Gramm Kakaobutter hinzu. Alles in den gesäuberten Topf geben, wieder langsam erhitzen und ständig umrühren. Wichtig: Das Bienenwachs und die Kakaobutter müssen sich vollständig im Ringelblumenöl auflösen. Die entstandene Salbenmasse nun auskühlen lassen, weiter umrühren. Sobald sie beginnt ein klein wenig fester zu werden, sofort in desinfizierte (Gläser bei 140 °C im Herd erhitzen oder Plastikgefäße mit Alkohol spülen) Salbentiegel oder Cremedosen gießen. Die Dosen und Tiegel vollständig auskühlen lassen, dann mit dem Deckel verschließen und beschriften.
Kräuterbitter selber machen:
Auch ein Kräuterbitter aus der eigenen Küche wirkt wohltuender als die gekaufte Variante aus dem Supermarkt, so die zibb-Kräuterexpertin. Denn: Er besteht aus einer oder mehreren Heilpflanzen und nicht – wie oft in der Industrie – aus künstlichen Aromen. Zudem wird – anders als beim süßeren Kräuterlikör – wenig oder gar kein Zucker zugefügt.
Selbst angesetzte Kräuterbitter sollten verschiedenen Kräutern bestehen, die vor allem Einfluss auf die Verdauungsorgane haben. Zum Beispiel Schafgarbe, Beifuß, Minze, Zitronenmelisse und Brennessel. Damit werden alle Verdauungsdrüsen angeregt – von der Mundhöhle angefangen, über die Bauchspeicheldrüse bis hin zur Galle. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen ätherischen Öle, Bitter- und Scharfstoffe. Bitterstoffe etwa fördern Appetit und Verdauung, verbessern die Leberfunktion und Hautbild, aktivieren das Immunsystem und steigern die Resorption von Eisen und Spurenelementen.
Tipp: Zu Beginn einer Erkältung tonisiert der Kräuterbitter den erschöpften Körper, unterstützt das Immunsystem und die koronare Durchblutung und regt die Schweißbildung an.
Kräuterbitter am besten sowohl ein halbe Stunde vor der Mahlzeit als auch 1 Stunde nach der Mahlzeit likörglasweise einnehmen.

Heilwirkung der verwendeten Kräuter:
Schafgarbe: anregende Wirkung auf Sekretion der Verdauungsdrüsen, krampflösend, entzündungshemmend, antibiotisch, antimykotisch, reizlindernd, allgemein anregende, tonisierende Wirkung, beruhigend, entspannend
Beifuß: appetitanregend, verdauungsfördernd, Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, abführend, reinigend Körper und Seele, verbessert die Fettverdauung, sehr wärmend, stärkend und beruhigend
Minze: wirkt reinigend, belebt den Kreislauf, bei beginnenden Erkältungen, antibiotisch, antiviral, verdauungsfördernd, blähungstreibend, wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, bei "verdorbenen" Magen.
Zitronenmelisse: beruhigend, krampflösend, blähungstreibend, antibakteriell, antiviral, lindert Brechreiz und Übelkeit, beruhigt die Magennerven, stimuliert Gallentätigkeit, regt an und reguliert Verdauung, schmerzstillend, herzstärkend (confortativ), erneuert die Lebenskräfte oder regt sie an, stärkt alle Sinnesfunktionen, verbessert die Gedächtnisleistung, bewirkt Sanftmut und Fröhlichkeit, wirkt entlastend bei Sorgen, fördert positives Denken, lindert Angst, erwärmend, erfrischend, belebend, kräftigend, entzündungswidrig, immunsystemstärkend
Brennnessel: wirkt wohltuend auf den Verdauungsprozeß, Reinigung, Stabilisierung und Aktivierung der Leberfunktion, Reinigung des Magens und der Gedärme, fördert den Stuhlgang, harntreibend (diuretisch), stoffwechselanregend, reinigend (Entfernung von Giftstoffen), regt Blutkreislauf an und stärkt das Herz, senkt den Blutzuckergehalt, wirkt beruhigend, stärkt die Widerstandskraft gegen Erkältungen, besonders eisenreich.
Zubereitung eines 5-Kräuterbitter:
Schafgarbenblüten, Beifuß, Minze, Zitronenmelisse und Brennessel klein schneiden und im Mörser zu einem Pflanzenbrei zerstampfen, Klickverschlussgläser (Gurken-, Joghurtgläser) zur Hälfte mit dem Pflanzenbrei befüllen, das Glas zu ¾ mit 40 % Alkohol, z.B. Obstbrand, Doppelkorn, Wodka, auffüllen, das letzte ¼ mit Primasprit (69,5 % Alkohol) auffüllen, das Glas verschließen, beschriften und schütteln, es wird auf eine sonnige Fensterbank gestellt und täglich geschüttelt, nach 3 bis 4 Wochen kann der Kräuterbitter durch ein Küchentuch abgeseiht und nochmal richtig ausgedrückt werden nun wird er in hübsche Flaschen gefüllt und mit Etiketten versehen.
Beitrag von Christine Schaller













