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Endlich zeigt sich der Frühling. Doch für 16 Millionen Deutsche ist diese Zeit des Jahres eine Qual. Denn jetzt haben Pollen Hochkonjunktur. Allergiker reagieren mit Heuschnupfen oder Asthma. Durch den milden Winter setzt der Pollenflug in diesem Jahr besonders früh ein.
Die Saison der Haselnusspollen begann bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres und ist mittlerweile, insbesondere im Süden, fast vollständig beendet, laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Im Norden Deutschlands ist die Vorhersage für die vier wichtigsten Pollen folgendermaßen:
Pollenflugzeiten 2014
Birke 20.3. bis 15.6.
Gräser 20.4. bis 20.9.
Beifuß 15.7. bis 20.9.
Ambrosia 10.8. bis 20.9.
Doch wie entsteht so ein Heuschnupfen überhaupt?
Es ist die Reaktion unseres Immunsystems auf Substanzen aus der Umwelt, so genannte Allergene. Der Körper stuft diese als gefährlich ein und setzt in diesem Fall Histamin ein, um diese Substanzen zu bekämpfen. Das äußert sich dann in den bekannten Symptomen, die denen einer Erkältung ähneln: geschwollene Nasenschleimhaut, verstopfte und/oder laufende Nase, Niesen, Jucken der Nase. Viele Pollenallergiker bekommen auch Probleme mit den Augen. Auffällig ist, dass die die Beschwerden zu denselben Jahreszeiten auftauchen.
Ob und wie stark man an einer Pollen-Allergie leidet, hängt von vielen Faktoren ab. So ist die Pollenbelastung in der Stadt höher als auf dem Land. Außerdem trägt die zunehmende Hygiene dazu bei, anfälliger für Allergien zu sein. Auch die Genetik spielt eine Rolle. So erkranken Kinder von Allergikern häufiger.
Die Pollen-Allergie sollte nicht unterschätzt werden. Nur eine richtige Diagnose und eine ärztlich kontrollierte Behandlung führen zu einer Besserung. Man sollte einen Heuschnupfen unbedingt untersuchen lassen, denn ein unbehandelter Heuschnupfen führt in 40% aller Fälle zu allergischem Asthma.
Therapie
Die Pollen sind gerade mal halb so groß wie der Durchmesser eines Haares. Die Symptome des Heuschnupfens können mit den unterschiedlichsten Medikamenten behandelt werden. Neben Nasentropfen und Cortisonsprays sind es vor allem die so genannten Anti-Histaminika, die Linderung versprechen. Sie verhindern die Ausschüttung des körpereigenen Histamins, das die Abwehrkräfte in Aufruhr bringt.
Wirklich dauerhaft werden Patienten nur geheilt, wenn die Ursachen bekämpft werden. Durch die langfristige Therapie der Hyposensibilisierung (mind. über 3 Jahre) gewöhnt sich das Immunsystem an die Allergene, bis schließlich keine allergischen Reaktionen mehr auftreten. Wichtig bei einer Hyposensibilisierung ist, dass sie frühzeitig begonnen wird.
Alltags-Tipps
- Lüften auf dem Land: abends zwischen 18 und 24 Uhr in der Stadt: morgens zwischen 6 und 8 Uhr
- Abends Haare waschen
- Getragene Kleidung außerhalb des Schlafzimmers aufbewahren
- Wenig Teppiche und Vorhänge
- Pollenfilter für Fenster und Auto
- Rauch meiden
- Richtiges Urlaubsziel wählen
Beitrag von Antje Pfeiffer











