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Diagnose Leukämie: In Deutschland erkranken jedes Jahr fast 12.000 Menschen an Blutkrebs. Oft ist ihre einzige Überlebenschance die Stammzellenspende eines Freiwilligen. Die Suche nach dem passenden Spender gleicht dabei der nach der Nadel im Heuhaufen.
Doch manchmal geschieht ein Wunder: Unsere heutigen Gäste haben es selbst erlebt.
Im Sommergarten sind Jennifer Pürzel aus Berlin. Die 24-Jährige erkrankte 2005 an Leukämie. Chemotherapien brachten nicht den gewünschten Heilungserfolg. Ihre einzige Chance war eine Knochenmarktransplantation. Anfang 2009 geschah das Wunder: Ein passender Spender wurde gefunden. Es war Thomas Sassinek aus Lippetal. Er ließ sich Knochenmark aus dem Beckenkamm entnehmen, das dann an Jennifer Pürzel weitergegeben wurde. Möglich machte dies auch Emil Morsch, Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, der ersten Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Deutschlands.
1986 gründen Emil und Hiltrud Morsch die Stefan-Morsch-Stiftung in Rheinland-Pfalz. Namensgeber ist ihr Sohn Stefan, der Anfang der Achtiger Jahre im Alter von 17 Jahren an Leukämie stirbt. Damals wurde eine Knochenmarktransplantation nur in den USA durchgeführt. Stefan Morsch war der erste Europäer, der eine Knochenmarkspende erhielt. Trotz des Eingriffs starb er sechs Monate später an einer Lungenentzündung. Doch sein Tod soll nicht umsonst gewesen sein. Sein Wunsch war es, eine deutsche Stammzellspenderdatei ins Leben zu rufen, damit alle Leukämiepatienten die Chance auf Heilung erhalten.
Bis heute haben sich rund 380.000 Menschen bei der Stefan-Morsch-Stiftung als potentielle Spender registrieren lassen. Dazu genügt ein Fingerhut Blut oder ein Abstrich der Mundschleimhaut. Die Proben werden analysiert und die Daten anschließend an das deutsche Zentralregister übermittelt. Dort treffen die weltweiten Suchanfragen nach einem passenden Spender ein.
Die Chance, einen Menschen zu finden, dessen Gewebemerkmale genau mit denen des Patienten übereinstimmen, liegt bei etwa eins zu einer Million. Tritt dieser seltene Glücksfall ein, gibt es zwei Entnahmemethoden: Entweder werden die Stammzellen direkt aus dem Blut des Spenders gefiltert. Der Spender ist dabei bei Bewusstsein, die Prozedur ähnelt einer Blutspende und dauert mehrere Stunden. Die zweite Möglichkeit: Unter Vollnarkose wird Knochenmark aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen. Dabei entstehen die üblichen Risiken, die eine Vollnarkose mit sich bringt. Jeder Spender muss daher gesund und in guter körperlicher Verfassung sein. Er wird unter ärztlicher Aufsicht auf seine Spende vorbereitet.
Welche Methode gewählt wird, hängt vom jeweiligen Patienten und Spender ab.
Es wird die Methode gewählt, die für den jeweiligen Patienten erfolgversprechender ist. Der Spender hat aber auch die Möglichkeit, einer Methode nicht zuzustimmen.
Jede Spende wird auf dem kürzesten Weg persönlich von einem Kurier der Stiftung zum Empfänger gebracht.
Die Stammzellenspenderdateien sind weltweit vernetzt. Weltweit sind ca. 20 Mio. Menschen registriert, doch trotzdem findet sich nur für etwa die Hälfte der Patienten ein passender Spender. Es ist wichtig, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger optimal zusammenpassen, damit die fremden Zellen nicht abgestoßen werden. Je genauer die Übereinstimmung zwischen den Merkmalen des Spenders und denen des Patienten ist, umso größer sind die Erfolgsaussichten für eine Stammzelltransplantation.
Wie wird man Stammzellenspender?
Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren registrieren lassen. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Die Typisierung ist für alle Spender kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung der Blutuntersuchungen gerne entgegen genommen – da jede Blutanalyse mindestens 50 Euro kostet.
Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Internetseite (www.stefan-morsch-Stiftung.de). Zudem gibt es die Möglichkeit sich über die Homepage auch Online registrieren zu lassen. Über den Button „Online-Registrierung“ auf der Startseite kann man sich eingehend informieren, die Einverständniserklärung ausfüllen und sich ein Entnahmeset zuschicken lassen – entweder eine kleine Blutprobe oder einen Abstrich der Mundschleimhaut. In dem Päckchen ist das entsprechende Material, um sich bei seinem Hausarzt eine Blutprobe entnehmen zu lassen oder den Wangenabstrich durchzuführen. Dieses Päckchen wird dann einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet.
Beitrag von Sina Krambeck
Im Sommergarten sind Jennifer Pürzel aus Berlin. Die 24-Jährige erkrankte 2005 an Leukämie. Chemotherapien brachten nicht den gewünschten Heilungserfolg. Ihre einzige Chance war eine Knochenmarktransplantation. Anfang 2009 geschah das Wunder: Ein passender Spender wurde gefunden. Es war Thomas Sassinek aus Lippetal. Er ließ sich Knochenmark aus dem Beckenkamm entnehmen, das dann an Jennifer Pürzel weitergegeben wurde. Möglich machte dies auch Emil Morsch, Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, der ersten Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Deutschlands.
1986 gründen Emil und Hiltrud Morsch die Stefan-Morsch-Stiftung in Rheinland-Pfalz. Namensgeber ist ihr Sohn Stefan, der Anfang der Achtiger Jahre im Alter von 17 Jahren an Leukämie stirbt. Damals wurde eine Knochenmarktransplantation nur in den USA durchgeführt. Stefan Morsch war der erste Europäer, der eine Knochenmarkspende erhielt. Trotz des Eingriffs starb er sechs Monate später an einer Lungenentzündung. Doch sein Tod soll nicht umsonst gewesen sein. Sein Wunsch war es, eine deutsche Stammzellspenderdatei ins Leben zu rufen, damit alle Leukämiepatienten die Chance auf Heilung erhalten.
Bis heute haben sich rund 380.000 Menschen bei der Stefan-Morsch-Stiftung als potentielle Spender registrieren lassen. Dazu genügt ein Fingerhut Blut oder ein Abstrich der Mundschleimhaut. Die Proben werden analysiert und die Daten anschließend an das deutsche Zentralregister übermittelt. Dort treffen die weltweiten Suchanfragen nach einem passenden Spender ein.
Die Chance, einen Menschen zu finden, dessen Gewebemerkmale genau mit denen des Patienten übereinstimmen, liegt bei etwa eins zu einer Million. Tritt dieser seltene Glücksfall ein, gibt es zwei Entnahmemethoden: Entweder werden die Stammzellen direkt aus dem Blut des Spenders gefiltert. Der Spender ist dabei bei Bewusstsein, die Prozedur ähnelt einer Blutspende und dauert mehrere Stunden. Die zweite Möglichkeit: Unter Vollnarkose wird Knochenmark aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen. Dabei entstehen die üblichen Risiken, die eine Vollnarkose mit sich bringt. Jeder Spender muss daher gesund und in guter körperlicher Verfassung sein. Er wird unter ärztlicher Aufsicht auf seine Spende vorbereitet.
Welche Methode gewählt wird, hängt vom jeweiligen Patienten und Spender ab.
Es wird die Methode gewählt, die für den jeweiligen Patienten erfolgversprechender ist. Der Spender hat aber auch die Möglichkeit, einer Methode nicht zuzustimmen.
Jede Spende wird auf dem kürzesten Weg persönlich von einem Kurier der Stiftung zum Empfänger gebracht.
Die Stammzellenspenderdateien sind weltweit vernetzt. Weltweit sind ca. 20 Mio. Menschen registriert, doch trotzdem findet sich nur für etwa die Hälfte der Patienten ein passender Spender. Es ist wichtig, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger optimal zusammenpassen, damit die fremden Zellen nicht abgestoßen werden. Je genauer die Übereinstimmung zwischen den Merkmalen des Spenders und denen des Patienten ist, umso größer sind die Erfolgsaussichten für eine Stammzelltransplantation.
Wie wird man Stammzellenspender?
Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren registrieren lassen. Informationen über Ausschlussgründe lassen sich auf der Internetseite der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) nachlesen. Die Typisierung ist für alle Spender kostenlos, jedoch werden Spenden zur Finanzierung der Blutuntersuchungen gerne entgegen genommen – da jede Blutanalyse mindestens 50 Euro kostet.
Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Internetseite (www.stefan-morsch-Stiftung.de). Zudem gibt es die Möglichkeit sich über die Homepage auch Online registrieren zu lassen. Über den Button „Online-Registrierung“ auf der Startseite kann man sich eingehend informieren, die Einverständniserklärung ausfüllen und sich ein Entnahmeset zuschicken lassen – entweder eine kleine Blutprobe oder einen Abstrich der Mundschleimhaut. In dem Päckchen ist das entsprechende Material, um sich bei seinem Hausarzt eine Blutprobe entnehmen zu lassen oder den Wangenabstrich durchzuführen. Dieses Päckchen wird dann einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet.
Beitrag von Sina Krambeck



