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Nahrungsmittelallergien nehmen seit den 70er Jahren immer stärker zu. Ein Grund ist die Internationalisierung unseres Essens. Unser Immunsystem spielt verrückt und es kommt zu Reaktionen, die auch gefährlich werden können.
Auf Weizen reagieren Menschen allergisch, auf Fisch und Schalentiere, Kuhmilch, Eier, Gewürze und vielerlei Obstsorten. Nahrungsmittelallergien nehmen seit den 70er Jahren immer stärker zu. Ein Grund ist die Internationalisierung unseres Essens. Unser Immunsystem spielt verrückt und es kommt zu Reaktionen, die auch gefährlich werden können. Doch viele wissen gar nichts von ihrer Allergie. Darum rät zibb-Expertin Frau Spellerberg, das in einem prick-Test abchecken zu lassen.
Das Immunsystem reagiert
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Ist der Auslöser ein Lebensmittel, spricht man von Nahrungsmittelallergie. An die fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Bei Kinder sind es 1,3 bis zu 8 Prozent, bei erwachsenen 0,4 bis 2,4 Prozent. Die Allergie kann im laufe des Lebens auftreten. Wir sie bei Kindern evident, verschwindet sie auch häufig wieder im Laufe der ersten zwei Lebensjaahrzehnte.
Bei einer Nahrungsmittelallergie ordnet das Immunsystem ein Lebensmittel oder auch einen Pollen als gefährlich ein und reagiert darauf wie auf einen Erreger. Darum werden über Stoffwechselprozesse Antikörper gebildet, die sich an eine Mastzellen anbinden und diese veranlassen, Histamine freizusetzen. Eine allergische Reaktion kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Besteht dagegen eine Lebensmittelunverträglichkeit mit denselben Symptomen - auch bedingt durch Histaminausschüttung - ist das nicht im Blut erkennbar. Darum rät die zibb-Expertin Vera Spellerberg durch so genannte PRICK-Tests die Allergie feststellen zu lassen.
Symptome einer Nahrungsmittelallergie
Das Histamin kann dazu führen, dass Schleimhäute anschwellen und die Oberfläche der Haut sich verändert: es bilden sich kleine Bläschen, Partien schwellen an, Schleimhäute und die Lymphen im Hals-Rachenbereich. Durchfall, tränende Augen, laufende Nase, Asthma-Anfall mit Luftnot, Ausschlag, Rötung, Schwellung und Jucken der Haut sind die Folgen.
Wann tritt es auf?
Am häufigsten sind Allergien gegen Schalentiere, Milch, Fisch, Sojabohnen, Weizen, Eier, Gewürze, Nüsse sowie Obst- und Gemüsesorten. Bei einer Kreuzallergie reagiert der Betroffene auf mehrere Stoffe allergisch. Das Immunsystem bildet gegen ein bestimmtes Allergen zum Beispiel im Rahmen einer Inhalationsallergie Antikörper. Diese Abwehrkörper reagieren dann auf alle Stoffe, die diesem Allergen ähnlich sind. Insofern kann beispielsweise eine Allergie gegen Birkenpollen Lebensmittel genauso betreffen wie Haselnuss, Äpfel, Kirschen, Kiwi, Kartoffeln, Pfirsiche, Nektarinen, Sellerie und Karotten. Eine solche Kreuzreaktion nennt man dann Pollen assoziierte Nahrungsmittelallergie.
Was tun?
Die erste Regel besteht darin, das Lebensmittel, das als Allergen wahrgenommen wird, zu vermeiden. Bei einem Verdacht ist es ratsam, die Allergie frühzeitig abklären zu lassen, da sie zunehmend Stoffe betrifft. Bei einer Inhalationsallergie macht eine Desensibilisierung auch insofern Sinn, dass die Ausbildung der pollenassoziierten Allergie dann ausbleibt. Sehr wichtig ist der Aspekt der Prävention. Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die gestillt bzw auch länger gestillt werden, im Vergleich geschützter sind gegenüber Allergien. Es gibt auch relativ neue Studienergebnisse darüber, dass Kindern der Kontakt zu tierischen Keimen einen Vorteil bringt. Im vergleich entwickeln Menschen, die als Kind viel mit Tieren in ländlichen Regionen zusammen waren sehr viel weniger Nahrungsmittelallergien als Kinder, die beispielsweise in der Stadt groß werden.
Beitrag von Eva Wagner
Das Immunsystem reagiert
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Ist der Auslöser ein Lebensmittel, spricht man von Nahrungsmittelallergie. An die fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Bei Kinder sind es 1,3 bis zu 8 Prozent, bei erwachsenen 0,4 bis 2,4 Prozent. Die Allergie kann im laufe des Lebens auftreten. Wir sie bei Kindern evident, verschwindet sie auch häufig wieder im Laufe der ersten zwei Lebensjaahrzehnte.
Bei einer Nahrungsmittelallergie ordnet das Immunsystem ein Lebensmittel oder auch einen Pollen als gefährlich ein und reagiert darauf wie auf einen Erreger. Darum werden über Stoffwechselprozesse Antikörper gebildet, die sich an eine Mastzellen anbinden und diese veranlassen, Histamine freizusetzen. Eine allergische Reaktion kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Besteht dagegen eine Lebensmittelunverträglichkeit mit denselben Symptomen - auch bedingt durch Histaminausschüttung - ist das nicht im Blut erkennbar. Darum rät die zibb-Expertin Vera Spellerberg durch so genannte PRICK-Tests die Allergie feststellen zu lassen.
Symptome einer Nahrungsmittelallergie
Das Histamin kann dazu führen, dass Schleimhäute anschwellen und die Oberfläche der Haut sich verändert: es bilden sich kleine Bläschen, Partien schwellen an, Schleimhäute und die Lymphen im Hals-Rachenbereich. Durchfall, tränende Augen, laufende Nase, Asthma-Anfall mit Luftnot, Ausschlag, Rötung, Schwellung und Jucken der Haut sind die Folgen.
Wann tritt es auf?
Am häufigsten sind Allergien gegen Schalentiere, Milch, Fisch, Sojabohnen, Weizen, Eier, Gewürze, Nüsse sowie Obst- und Gemüsesorten. Bei einer Kreuzallergie reagiert der Betroffene auf mehrere Stoffe allergisch. Das Immunsystem bildet gegen ein bestimmtes Allergen zum Beispiel im Rahmen einer Inhalationsallergie Antikörper. Diese Abwehrkörper reagieren dann auf alle Stoffe, die diesem Allergen ähnlich sind. Insofern kann beispielsweise eine Allergie gegen Birkenpollen Lebensmittel genauso betreffen wie Haselnuss, Äpfel, Kirschen, Kiwi, Kartoffeln, Pfirsiche, Nektarinen, Sellerie und Karotten. Eine solche Kreuzreaktion nennt man dann Pollen assoziierte Nahrungsmittelallergie.
Was tun?
Die erste Regel besteht darin, das Lebensmittel, das als Allergen wahrgenommen wird, zu vermeiden. Bei einem Verdacht ist es ratsam, die Allergie frühzeitig abklären zu lassen, da sie zunehmend Stoffe betrifft. Bei einer Inhalationsallergie macht eine Desensibilisierung auch insofern Sinn, dass die Ausbildung der pollenassoziierten Allergie dann ausbleibt. Sehr wichtig ist der Aspekt der Prävention. Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die gestillt bzw auch länger gestillt werden, im Vergleich geschützter sind gegenüber Allergien. Es gibt auch relativ neue Studienergebnisse darüber, dass Kindern der Kontakt zu tierischen Keimen einen Vorteil bringt. Im vergleich entwickeln Menschen, die als Kind viel mit Tieren in ländlichen Regionen zusammen waren sehr viel weniger Nahrungsmittelallergien als Kinder, die beispielsweise in der Stadt groß werden.
Beitrag von Eva Wagner





