Service -
Auch bei Katzen geht die Liebe durch den Magen. Drum sind ihre Futternäpfe meist prall gefüllt. Am häufigsten mit so genanntem Nassfutter. Für den Handel ein Milliardengeschäft!
Fragt sich nur, wie gesund das Futter für die Katzen ist. Dem ist jetzt die Stiftung Warentest nachgegangen - und hat 33 Nassfutter ins Labor geschickt. Die Ergebnisse: Durchwachsen! Mal steckt nicht drin, was draufsteht, einige Zusammensetzungen können Katzen auf Dauer krank machen, manch teure Markenfutter sind nur "mangelhaft".
Stiftung Warentest untersucht 33 Futter
Die Stiftung Warentest hat in ihrem neuesten test-Heft (Ausgabe 03/2014) 33 Feuchtfutter für Katzen unter die Lupe genommen: darunter preisgünstige Produkte von Discountern, vergleichsweise teure Markenfutter, zwei Bio-Katzenfutter und ein vegetarisches Futter für Katzen und Hunde. Nicht jedes Katzenfutter im Test ist so zusammengesetzt, dass eine Katze damit optimal versorgt wird. Mangelerscheinungen oder ernsthafte Erkrankungen können die Folge sein. Es gibt wichtige Nährstoffe, die Katzen nicht selbst bilden können, diese müssen sie über das Futter bekommen. 15 von 33 Feuchtfuttern schneiden "ausreichend" oder "mangelhaft" ab. Immerhin: sieben Futter erhielten die Noten "sehr gut" oder "gut".
Der Preis spielt keine Rolle - auch Günstiges ist sehr gut
Der Preis sagt nichts über die Qualität des Katzenfutters aus. Unter den besten Produkten im Test finden sich sowohl günstige Futter vom Discounter als auch etwas teurere Markenprodukte. Wer seine Katze gesund und ausgewogen ernähren will, muss dafür also nicht viel Geld ausgeben. Der Testsieger gehört zu den preiswertesten Produkten im Test: Die Tagesration kostet 0,21 Euro - gegenüber 4,05 Euro beim teuersten Produkt im Test.
Problem mit mangelnder Ausgewogenheit
Die Hersteller kreieren feines Paté, saftige Häppchen in Soße, Bio- und sogar vegetarisches Futter. Meist verwenden sie dafür mehrere Sorten Fleisch, zum Teil auch Gemüse. Doch viele Rezepturen zeigen Schwächen. Ihre Inhaltsstoffe sind nicht ausgewogen, was eine zwingende Voraussetzung dafür ist, dass die Katzen auf Dauer gesund bleiben können. Einige Futter enthalten zum Beispiel nicht genug Taurin, Vitamin A, Aminosäuren oder Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Eisen. Andere Futter bieten dagegen zu viel des Guten, zum Beispiel zu viel Vitamin A.
Falsche Fütterungsempfehlungen
Klar sind die Hersteller daran interessiert, dass die Katzenbesitzer möglichst viel von ihrem Futter kaufen. Möglicherweise ist das der Grund dafür, dass die Fütterungsempfehlungen der Hersteller häufig zu üppig ausfallen. Das bemängelt die Stiftung Warentest in ihrer Untersuchung. Die Folgen für die Katzen: häufig Übergewicht, was bei den Katzen unter anderem zu Diabetes oder Gelenkproblemen führen kann.










