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Wer viel frisches Obst und Gemüse isst, ernährt sich gesund. Doch neben wichtigen Nährstoffen und Vitaminen essen wir oft auch Pestizide mit, also Reste von Pflanzenschutzmitteln. Ökotest hat jetzt Äpfel und Getreide getestet.
Äpfel: Kein Sündenfall
Die Zeitschrift Ökotest hat jetzt Äpfel auf Pestizide untersucht. Mit überraschendem Ergebnis! Die gute Nachricht für alle Apfelliebhaber ist: Die meisten Früchte sind frei von problematischen Rückständen. Das heißt, es wird deutlich weniger gespritzt als noch vor ein paar Jahren.
Der Test
Im Test waren handelsübliche Äpfel aus elf verschiedenen Supermärkten und Bio-Läden. Pro Ladenkette wurden drei Produkte unterschiedlicher Herkunft untersucht. Die Äpfel wurden auf 500 Pestizidwirkstoffe getestet, besonders geachtet wurde auf das Gas 1-Methyl-Cyclopropen (1-MCP), mit dem man Äpfel länger frisch halten kann, weil der Stoff das natürliche Reifungsgas Ethylen bremst. Die meisten Äpfel von Aldi, Edeka, Lidl und anderen Supermärkten haben nur geringe Rückstände aufgewiesen. Komplett frei von Rückständen sind nur Bio-Äpfel.
Schwarze Schafe
Obwohl die gefundenen Rückstände unter den gesetzlichen Normwerten lagen, können einige Äpfel als „auffällig" bezeichnet werden. Dabei geht es um südamerikanische Früchte, wie zum Beispiel aus Brasilien oder Chile, in denen verschiedene Pflanzenschutzmittel in erhöhter Menge gefunden wurden. Das könnte problematisch sein, da die gesundheitlichen Folgen unerforscht sind.

Das Gift steckt im Getreide!
Das Müsli zum Frühstück, das Brötchen als Snack zwischendurch - Getreideprodukte gehören
zu unseren Grundnahrungsmitteln. Doch auch hier lauert das Gift. Auf den Äckern werden regelmäßig Unkrautvernichtungsmittel gespritzt. Als das gefährlichste gilt Glyphosat. Ein Totalherbizid, das schnell und wirksam Unkraut vernichtet. Das Problem: Um das unliebsame Grün abzutöten, wird das Gift direkt auf das Getreide gespritzt - und das sogar bis zu einer Woche vor der Ernte. Was dann noch an Spritzmittel auf dem Korn ist, bleibt dort und wird zu Nahrungsmitteln weiterverarbeitet. Für Mensch und Tier galt Glyphosat lange Zeit als unbedenklich - doch jetzt schlagen Wissenschaftler Alarm. Neue Studien haben ergeben, dass schon kleine Mengen ausreichen, um die menschliche Zellkultur zu schädigen.
zu unseren Grundnahrungsmitteln. Doch auch hier lauert das Gift. Auf den Äckern werden regelmäßig Unkrautvernichtungsmittel gespritzt. Als das gefährlichste gilt Glyphosat. Ein Totalherbizid, das schnell und wirksam Unkraut vernichtet. Das Problem: Um das unliebsame Grün abzutöten, wird das Gift direkt auf das Getreide gespritzt - und das sogar bis zu einer Woche vor der Ernte. Was dann noch an Spritzmittel auf dem Korn ist, bleibt dort und wird zu Nahrungsmitteln weiterverarbeitet. Für Mensch und Tier galt Glyphosat lange Zeit als unbedenklich - doch jetzt schlagen Wissenschaftler Alarm. Neue Studien haben ergeben, dass schon kleine Mengen ausreichen, um die menschliche Zellkultur zu schädigen.
Der Test
Ökotest hat 20 Getreideprodukte, darunter Brötchen, Mehle und Haferflocken aus Supermärkten und Backshops auf Pestizide getestet. In fast drei Viertel der Produkte war Glyphosat nachweisbar, wenn auch nur in geringen Mengen.
Gefahr durch Glyphosat
Der Test hat eine neue Erkenntnis gebracht: das Herbizid Glyphosat ist gegen hohe Backtemperaturen resistent - und darum wahrscheinlich in Brot, Kuchen, Müsli enthalten. Auch wenn die gefundenen Mengen gering waren; als Grundnahrungsmittel essen wir täglich größere Mengen davon. Die gesundheitlichen Folgen für Mensch und Tier sind relativ unerforscht, aber es gibt Studien, etwa aus Argentinien, die als Folge von Glyphosat Missbildungen bei Frosch- und Hühnerembryonen nachweisen konnten. Wissenschaftler der Universität Leipzig fanden das Gift im menschlichen Urin.


