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Es wird schwarz vor den Augen und die Muskeln machen schlapp: Für die plötzliche Ohnmacht gibt harmlose und ernsthafte Ursachen. Es können starke Emotionen, doch ebenso auch körperliche Ursachen schuld daran sein, die einen kurzzeitigen Sauerstoffmangel im Gehirn erzeugen.
Ohnmacht
Bei einer Ohnmacht (medizinischer Begriff Synkope) kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff im Gehirn, die durch nicht ausreichende Durchblutung ausgelöst wird.
Eine Ohnmacht kann ohne große Vorzeichen eintreten. Etwa 5% aller Notarzteinsätze werden durch solche Vorfälle ausgelöst.
Erste Maßnahmen
Der Betroffene sollte waagerecht und in stabiler Seitenlage gelagert werden, somit werden der Oberkörper und das Gehirn besser durchblutet. Außerdem sollte der Notruf erfolgen, um abzuklären, dass nicht eine ernsthafte Erkrankung hinter dem Ohnmachtsanfall steckt. Eine Ohnmacht kann auch Vorbote eines plötzlichen Herztodes sein.
Ursachen
Langes Stehen bzw. Wechsel der Körperposition. Durch die Erdanziehung sackt das Blut in die unteren Extremitäten. Normalerweise bringt ein körpereigener Refex die Blutzirkulation durch Verengung der Gefäße, erhöhtem Herzschlag etc. wieder in Ordnung. Bei einigen Menschen werden jedoch aus unterschiedlichen Gründen falsche Reflexe ausgelöst, die dann zur Ohnmacht führen. Flüssigkeitsmangel gerade bei hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung vermindern ebenfalls die Blutzirkulation, was zum Sauerstoffmangel im Gehirn führen kann.
Bei einigen Menschen wird Ohnmacht durch starke Emotionen ausgelöst. Das können Schrecken oder Angst sein aber auch Freude, Begeisterung oder Rührung.
Auch diese starken Gefühle sorgen dafür, dass im Körper falsche Reflexe ausgelöst werden. Eine medikamentöse Therapie hierfür gibt es nicht. Betroffene müssen lernen, durch autogenes Training eine emotionales Überwältigtsein in den Griff zu bekommen.
Ohnmächte können auch auf ernste organische Erkrankungen hindeuten, etwa Herzrythmusstörungen, Gefäß- oder neurologische Erkrankungen.
Gäste im Studio:
Dr. Clemens Fahrig
Dr. med. Clemens Fahrig
Facharzt für Innere Medizin / Schwerpunkt Angiologie im Hubertus Krankenhaus Berlin
Beitrag von Ute Müller-Schlomka











