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Der Sommer ist da, die Freude groß. Aber Vorsicht: Unsere Haut vergisst nichts. Wer jetzt ungeschützt in die Sonne geht, riskiert später hellen Hautkrebs. Die Zahl der Neu-Diagnosen steigt rapide - rund 220.000 Patienten kommen jedes Jahr dazu. "zibb" gibt Tipps, wie man sich schützt.
Der sogenannte weiße Hautkrebs ist wesentlich häufiger als der gefürchtete schwarze Hautkrebs - und er wird gleichzeitig am meisten unterschätzt. Verantwortlich sind vor allem UV-Strahlen. Besonders gefährdet ist also, wer ein Leben lang viel in der Sonne war.
Die Hauttypen
Stark gefährdet sind Hellhäutige. Ihre Eigenschutzzeit ist besonders kurz. Beim keltischen Typ etwa sind es lediglich zehn Minuten, so lange darf ein Mensch dieses Hauttyps also maximal in die Sonne - und das gilt pro Tag.
Keltischer Typ:
• sehr helle Hautfarbe
• rötliches oder hellblondes Haar
• blaue, grüne oder hellgraue Augen
• keine Bräunung, sondern Sommersprossen
• sehr häufige Sonnenbrände
• Eigenschutzzeit der Haut: maximal 10 Minuten
• sehr hohes Hautkrebsrisiko
• rötliches oder hellblondes Haar
• blaue, grüne oder hellgraue Augen
• keine Bräunung, sondern Sommersprossen
• sehr häufige Sonnenbrände
• Eigenschutzzeit der Haut: maximal 10 Minuten
• sehr hohes Hautkrebsrisiko
Nordischer Typ:
• helle Hautfarbe
• blonde, hellbraune oder dunkelbraune Haare
• blaue, graue oder grüne Augen
• oft Sommersprossen
• langsame, minimale Bräunung
• häufige Sonnenbrände
• Eigenschutzzeit der Haut: 10 bis 20 Minuten
• hohes Hautkrebsrisiko
• blonde, hellbraune oder dunkelbraune Haare
• blaue, graue oder grüne Augen
• oft Sommersprossen
• langsame, minimale Bräunung
• häufige Sonnenbrände
• Eigenschutzzeit der Haut: 10 bis 20 Minuten
• hohes Hautkrebsrisiko
Mischtyp:
• mittlere Hautfarbe
• dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar
• braune (blaue, grüne oder graue) Augen
• kaum Sommersprossen
• langsame, aber fortschreitende Bräunung (bis hellbraun)
• manchmal Sonnenbrand
• Eigenschutzzeit der Haut: 20 bis 30 Minuten
• Hautkrebsrisiko vorhanden, je nach Häufigkeit der Sonnenbrände
• dunkelbraunes oder hellbraunes, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar
• braune (blaue, grüne oder graue) Augen
• kaum Sommersprossen
• langsame, aber fortschreitende Bräunung (bis hellbraun)
• manchmal Sonnenbrand
• Eigenschutzzeit der Haut: 20 bis 30 Minuten
• Hautkrebsrisiko vorhanden, je nach Häufigkeit der Sonnenbrände
Mediterraner Typ:
• bräunliche oder olivfarbene Haut, auch in ungebräuntem Zustand
• braune Augen
• braunes oder schwarzes Haar
• keine Sommersprossen
• schnelle Bräunung (bis mittelbraun)
• selten Sonnenbrand
• Eigenschutzzeit der Haut: mehr als 30 Minuten
• niedriges Hautkrebsrisiko
• braune Augen
• braunes oder schwarzes Haar
• keine Sommersprossen
• schnelle Bräunung (bis mittelbraun)
• selten Sonnenbrand
• Eigenschutzzeit der Haut: mehr als 30 Minuten
• niedriges Hautkrebsrisiko
Der Sonnenschutz
Wer zu den hellhäutigen Typen zählt, sollte sich generell lieber im Schatten aufhalten. Für alle aber gilt: In der Mittagszeit die Sonne meiden. Ansonsten empfehlen Experten einen hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30) und schützende Kleidung. Gerade der Kopf, die Arme und Schultern sind besonders der Sonne ausgeliefert. Und: Nase, Ohren und Lippen nicht vergessen. Sonnenbrillen sollten zudem stets einen UV-Filter enthalten. Eltern sollten ihre Kinder vor der Sonne schützen: Denn: Wer schon in der Kindheit viele schwere Sonnenbrände hatte, erkrankt später häufig an hellem Hautkrebs.
Zu den Risikogruppen gehören auch Sonnenbank-Fans. Rund 3,5 Millionen Menschen unter 35 gehen hierzulande ins Solarium - viel mehr als in allen anderen europäischen Ländern. Eine Studie der Universität Heidelberg ergab, dass gerade Vielnutzer besonders gefährdet sind: Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren.
Zu den Risikogruppen gehören auch Sonnenbank-Fans. Rund 3,5 Millionen Menschen unter 35 gehen hierzulande ins Solarium - viel mehr als in allen anderen europäischen Ländern. Eine Studie der Universität Heidelberg ergab, dass gerade Vielnutzer besonders gefährdet sind: Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren.
Die Diagnose
Heller Hautkrebs ist nicht heilbar, lässt sich aber gut behandeln - sofern er frühzeitig erkannt wird. Seit 2008 ist das sogenannte Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre für gesetzlich Versicherte kostenlos. Meist ist es auch beim eigenen Hausarzt möglich. Die Untersuchung beim Arzt ersetzt allerdings nicht die eigene Wachsamkeit. Wenn die Haut sich verändert, sollte man zum Arzt gehen.
Die Therapien
Nicht immer heißt es bei Hautkrebs gleich OP. Es gibt heute eine Vielzahl von Cremes und Salben, die gerade im Frühstadium helfen. Möglichst früh einzugreifen ist besonders wichtig, denn: Zwei Drittel der Spinalzellkarzinome, eine Form des hellen Hautkrebses, entstehen aus einer aktinischen Keratose, auch Licht-Keratose genannt. Das ist eine Hautschädigung, hervorgerufen durch zu viel Sonne.
Neu ist zum Beispiel der Wirkstoff Ingenolmebutat. Er ist erst seit Januar 2013 im Handel, wurde aber bereits seit mehreren Monaten in der Charité Berlin getestet. Der Vorteil: Das Gel wirkt schneller als bisherige Medikamente.
Beitrag von Christine Schaller
Neu ist zum Beispiel der Wirkstoff Ingenolmebutat. Er ist erst seit Januar 2013 im Handel, wurde aber bereits seit mehreren Monaten in der Charité Berlin getestet. Der Vorteil: Das Gel wirkt schneller als bisherige Medikamente.
Beitrag von Christine Schaller




