Die Flut, der Flughafen und immer wieder Kritik - am Ende war wohl alles zu viel für den brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Vergangene Woche erlitt er einen leichten Schlaganfall. Wie er entsteht und was man dagegen tun kann, erklärt zibb.
Platzeck geht es wie vielen anderen Promis: Kultsänger Wolfgang Niedecken, Fernsehkoch Horst Lichter, Schlagerstar Michelle – sie alle hatten bereits einen Schlaganfall. Besonders gezeichnet ist die frühere Comedy-Queen Gaby Köster. Noch immer ist ihre linke Seite gelähmt. Beim Schlaganfall zählt jede Minute, löst sich der Gefäßverschluss im Gehirn nicht auf, sterben Millionen Zellen. Über ein Drittel der Betroffen stirbt sogar an den Folgen.
Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall – im Schnitt ein Mensch alle drei Minuten. Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Migräne. Aber auch das Alter spielt eine Rolle: Rund 80 Prozent der Patienten sind älter als 60 Jahre.
Wer einen Schlaganfall bei sich oder anderen vermutet, kann den sogenannten FAST-Test anwenden. Er besteht aus drei Übungen:
1. lächeln 2. gleichzeitig beide Arme heben, wobei die Arme nach vorne gestreckt und die Handflächen nach oben gedreht werden müssen 3. einen Satz mit einfachen Worten nachsprechen.
Egal, wann es geschieht – mitten bei der Arbeit im Stall, in der Schlosserei, im Büro, beim Abendessen oder im Urlaub – fast immer kommt ein Schlaganfall plötzlich und unerwartet. Viele Betroffene werden schnell und effizient versorgt. Doch mitunter werden die Anzeichen eines Schlaganfalls unterschätzt und falsch gedeutet, so dass den Betroffenen nicht in jenem Zeitfenster geholfen wird, in dem man das bedrohte Hirngewebe noch retten kann. So sind die Krankheits-Verläufe bei gleicher Diagnose oft sehr unterschiedlich. Der Film begleitet Schlaganfall-Patienten aus Berlin und Brandenburg: