Eine Frau wird geschminkt, Quelle: dpa

Service - Schminken bei kranker Haut

Ob Pickel, schuppige oder stark gerötete Haut: Besonders Frauen leiden unter Hautkrankheiten, die ihr Äußeres beeinträchtigen.

Mit Make-up versuchen viele, die betroffenen Partien zu verdecken. Ein Teufelskreis, denn das falsche Produkt kann die Symptome noch verstärken.

Generell spricht nichts dagegen, Make-up auch bei kranker Haut zu verwenden. Es muss aber das richtige sein, das auf das jeweilige Hautproblem genau abgestimmt ist. Mit dem falschen Make-up kann man die Probleme noch verstärken.

Trockene Haut/Neurodermitis

Trockene, schuppige Haut, die zu Allergien, eventuell sogar zu Neurodermitis neigt,  ist sehr empfindlich. Sehr wichtig ist es daher, auf Reizstoffe wie Duftstoffe, Paraffine und Konservierungsstoffe zu verzichten, denn diese Stoffe können Allergien auslösen und die Haut weiter reizen. Beim Kauf sollte man daher auf den Hinweis "ohne Duftstoffe" achten. Außerdem dürfen die Produkte die Haut nicht weiter austrocknen. Die Produkte müssen die Barriere der Haut regenerieren mit hauteigenen Lipiden aus der Tube. Weniger ist mehr: keine Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Emulgatoren und Glitzerpartikel. Außerdem sind antiseptische (antibakterielle) Substanzen sinnvoll. In der Apotheke gibt es speziell für diese Problemhaut Produkte. Dort können sich Betroffene beraten lassen. 

Frauen mit Neurodermitis vertragen oft keinen herkömmlichen Lidschatten und Wimperntusche. Viele Lidschatten enthalten Glitzerpartikel, die wiederum Nickel enthalten. In Wimperntusche steckt häufig ein bestimmter Klebstoff, der ebenfalls zu Irritationen führen kann. In der Apotheke gibt es aber Produkte ohne diese Inhaltsstoffe, die meist gut vertragen werden.

Übrigens: Der Hinweis "dermatologisch getestet", der sich auf manchen Kosmetikprodukten findet, bedeutet nicht automatisch, dass diese Produkte für Problemhaut besonders gut geeignet sind. Er besagt lediglich, dass das Produkt getestet wurde. Aber ob es gut verträglich ist und für wen, verrät er nicht.

Fettige Haut/Akne

Weit verbreitet ist die Hautkrankheit Akne, von der längst nicht nur Jugendliche betroffen sind. Auch erwachsene Frauen können unter fettiger, unreiner Haut leiden. In diesem Fall darf das Make-up auf keinen Fall zu reichhaltig sein, denn dann überfettet die Haut noch mehr, der Talgabfluss wird weiter gestört und die Pickel verstärken sich. Besonders ungünstig sind Produkte mit Mineralölen/Paraffinen. Gut  ist dagegen ein mattierender Puder, der Zink oder Titandioxid enthält. Er beruhigt die Haut und verstopft nicht die Poren. Wichtig ist auch der Hinweis "Nicht komedogen". Das bedeutet, dass dieses Produkt keine Mitesser (Komedonen) fördert. Aus Mitesser entstehen Pickel.

Rosacea

Eine Hautkrankheit, die manchmal mit Akne verwechselt wird, ist die Rosacea. Sie äußert sich durch fleckförmige, teils schuppende Rötungen, aber auch Schwellungen der Gesichtshaut sowie durch entzündliche Papeln und Pusteln.. Die Haut ist sehr empfindlich und verträgt fast nichts. Daher sollte man so wenig wie möglich auftragen. Es gibt Spezial-Make-up, das zum Beispiel Grüntöne enthält, die die Rötung der Haut weniger erscheinen lassen. Wichtig ist auch ein guter Sonnenschutz, denn die Haut ist sehr sonnenempfindlich. Hautärztin Dr. Yael Adler rät, zu testen, welches Produkt man verträgt und dann dabei zu bleiben. Man sollte nicht ständig neue Pröbchen etc. ausprobieren.

 "Stewardessen"-Krankheit

Diese Krankheit heißt so, weil Stewardessen und andere Frauen, die viel in Kundenkontakt sind, angeblich oft sehr viel Make-up tragen und ihre Haut sehr viel eincremen. Durch das Zuviel an Pflege quellen die Poren zu, es entstehen juckende Pickelchen. Deckt man diese wieder mit Make-up zu, wird es immer schlimmer. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, braucht die betroffene Haut am besten eine "Nulldiät". Einige Wochen lang sollte sie weder mit Flüssig-, noch mit Crememake-up in Berührung kommen. Nur fettfreier, aufsaugender Mineralpuder kann helfen.

Beitrag von Sina Krambeck

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