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Schwitzen ist eigentlich eine nützliche Reaktion, die den Körper vor Überhitzung schützt, wären da nicht unangenehme Begleiterscheinungen wie Schweißgeruch. Was hilft bei normalem Schwitzen? Was sind Anzeichen für krankhaftes Schwitzen?
Sich mal so richtig auspowern und dabei ordentlich ins Schwitzen kommen, das tut gut. Auch bei Stress oder Hitze fließt der Schweiß und schützt so den Körper vor Überhitzung. Schwitzen ist also eigentlich eine gute Sache. Wären da nur nicht die unangenehmen Begleiterscheinungen. Was hilft? Wie viel Schwitzen ist noch normal und wann wird’s krankhaft? zibb gibt Tipps, wie Sie richtig ins Schwitzen kommen.
Warum schwitzen wir?
Zur Temperaturregulierung, als Schutz vor Überhitzung durch Verdunstung, es läuft über das vegetative Nervensystem ab. Normalerweise verlieren wir etwa einen halben Liter Schweiß pro Tag, bei Anstrengung oder Hitze können es bis zu 10 Litern werden, als Mittelwert gilt zwei Liter.
Was steckt drin im Schweiß?
Hauptsächlich Wasser, auch Mineralien und kleinste Partikel wie Aromastoffe. Schweiß an sich ist geruchlos, erst wegen der Vermehrung der Bakterien fängt er an zu riechen. Ernährung kann den Schweißgeruch beeinflussen (z.B. bestimmte Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
Unterschied zwischen Deo und Antitranspirant
Ein Deo hemmt die Geruchsbildung durch die Bakterien und übertüncht Gerüche. Ein Antitranspirant oder Antiperspirant enthält Aluminiumchlorid, das zieht Schweißdrüsen zusammen. Einige Menschen bekommen davon jedoch Hautreizungen.
Natürliche Geruchskiller
Im Internet kursieren allerlei Tipps und Hausmittel gegen Schwitzen bzw. unangenehme Körpergerüche. So soll hochkonzentriertes Chlorophyll helfen: Einfach Spinat oder Petersilie zusammen mit kaltem Wasser pürieren, filtern und das Blattgrün einnehmen. Das hochkonzentrierte Chlorophyll, soll strenge Körperausdünstungen eliminieren. Auch Chlorophylltabletten versprechen Hilfe.
So mancher schwört auf Heilerde zum Einnehmen, sie soll riechende Stoffwechselprodukte binden.
Ein altes Hausmittel gegen Schwitzen ist Salbeitee. 5 Gramm der getrockneten Blätter mit einem Viertel Liter Wasser übergießen und mehrmals täglich trinken.
Fichtennadelseife soll die Schweißzersetzung verhindern, so dass kein unangenehmer Geruch entsteht.
Wie ein natürliches Deo wirkt Zitronensaft. Und ein Bad in Tomatensaft soll für einen angenehm frischen Körpergeruch sorgen. Auch Einreibungen aus einem Sud aus Walnussblättern und Eichenrinde sollen helfen.
Kleidung
Es wird atmungsaktive, eher weite Kleidung aus Baumwolle empfohlen.
Weitere Tipps
Auf alles, was das vegetative Nervensystem hochdreht, verzichten: Rauchen, Alkohol, Kaffee.
Krankhaftes Schwitzen - Hyperhidrose
Durch einen einfachen Test mit Jod und Stärkepulver können Ärzte herausfinden, ob Patienten, die sehr viel Schwitzen unter Hyperhidrose leiden. Eine Blutuntersuchung fahndet dann nach Ursachen, erst wenn organische oder hormonelle Ursachen ausgeschlossen werden können, kann mit der Therapie begonnen werden.
Es gibt z.B. spezielle medizinische Deos, die abends aufgetragen werden müssen oder Tabletten, die für einige Stunden die Schweißproduktion hemmen.
Hilfe verspricht auch die Behandlung mit Iontophorese. Dabei legt man z.B. die betroffenen Hände oder Füße für etwa 15 Minuten in ein Wasserbad, durch das ein leichter Strom fließt. Auch unter den Achseln wird das Verfahren angewendet, dann mit feuchten Schwämmen, in denen Elektroden stecken. Diese Methode muss kontinuierlich angewendet werden, um erfolgreich zu sein.
Übermäßiges Schwitzen lässt sich auch mit dem Nervengift Botox behandeln, es hemmt die Ausschüttung des Botenstoffes der für die Schweißbildung zuständig ist. Der Effekt hält allerdings nur einige Monate und diese Therapie ist in der Regel keine Kassenleistung. Außerdem gibt es operative Methoden: Die Ausschabung der Schweißdrüsen oder die Durchtrennung/Blockierung des Sympathikusnervs.
Beitrag von Susanne Stein
Warum schwitzen wir?
Zur Temperaturregulierung, als Schutz vor Überhitzung durch Verdunstung, es läuft über das vegetative Nervensystem ab. Normalerweise verlieren wir etwa einen halben Liter Schweiß pro Tag, bei Anstrengung oder Hitze können es bis zu 10 Litern werden, als Mittelwert gilt zwei Liter.
Was steckt drin im Schweiß?
Hauptsächlich Wasser, auch Mineralien und kleinste Partikel wie Aromastoffe. Schweiß an sich ist geruchlos, erst wegen der Vermehrung der Bakterien fängt er an zu riechen. Ernährung kann den Schweißgeruch beeinflussen (z.B. bestimmte Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
Unterschied zwischen Deo und Antitranspirant
Ein Deo hemmt die Geruchsbildung durch die Bakterien und übertüncht Gerüche. Ein Antitranspirant oder Antiperspirant enthält Aluminiumchlorid, das zieht Schweißdrüsen zusammen. Einige Menschen bekommen davon jedoch Hautreizungen.
Natürliche Geruchskiller
Im Internet kursieren allerlei Tipps und Hausmittel gegen Schwitzen bzw. unangenehme Körpergerüche. So soll hochkonzentriertes Chlorophyll helfen: Einfach Spinat oder Petersilie zusammen mit kaltem Wasser pürieren, filtern und das Blattgrün einnehmen. Das hochkonzentrierte Chlorophyll, soll strenge Körperausdünstungen eliminieren. Auch Chlorophylltabletten versprechen Hilfe.
So mancher schwört auf Heilerde zum Einnehmen, sie soll riechende Stoffwechselprodukte binden.
Ein altes Hausmittel gegen Schwitzen ist Salbeitee. 5 Gramm der getrockneten Blätter mit einem Viertel Liter Wasser übergießen und mehrmals täglich trinken.
Fichtennadelseife soll die Schweißzersetzung verhindern, so dass kein unangenehmer Geruch entsteht.
Wie ein natürliches Deo wirkt Zitronensaft. Und ein Bad in Tomatensaft soll für einen angenehm frischen Körpergeruch sorgen. Auch Einreibungen aus einem Sud aus Walnussblättern und Eichenrinde sollen helfen.
Kleidung
Es wird atmungsaktive, eher weite Kleidung aus Baumwolle empfohlen.
Weitere Tipps
Auf alles, was das vegetative Nervensystem hochdreht, verzichten: Rauchen, Alkohol, Kaffee.
Krankhaftes Schwitzen - Hyperhidrose
Durch einen einfachen Test mit Jod und Stärkepulver können Ärzte herausfinden, ob Patienten, die sehr viel Schwitzen unter Hyperhidrose leiden. Eine Blutuntersuchung fahndet dann nach Ursachen, erst wenn organische oder hormonelle Ursachen ausgeschlossen werden können, kann mit der Therapie begonnen werden.
Es gibt z.B. spezielle medizinische Deos, die abends aufgetragen werden müssen oder Tabletten, die für einige Stunden die Schweißproduktion hemmen.
Hilfe verspricht auch die Behandlung mit Iontophorese. Dabei legt man z.B. die betroffenen Hände oder Füße für etwa 15 Minuten in ein Wasserbad, durch das ein leichter Strom fließt. Auch unter den Achseln wird das Verfahren angewendet, dann mit feuchten Schwämmen, in denen Elektroden stecken. Diese Methode muss kontinuierlich angewendet werden, um erfolgreich zu sein.
Übermäßiges Schwitzen lässt sich auch mit dem Nervengift Botox behandeln, es hemmt die Ausschüttung des Botenstoffes der für die Schweißbildung zuständig ist. Der Effekt hält allerdings nur einige Monate und diese Therapie ist in der Regel keine Kassenleistung. Außerdem gibt es operative Methoden: Die Ausschabung der Schweißdrüsen oder die Durchtrennung/Blockierung des Sympathikusnervs.
Beitrag von Susanne Stein




