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Jetzt ist absolute Hochsaison für Flöhe! Die lästigen Parasiten lieben es nämlich warm - und werden sie erst einmal durch Katze oder Hund ins Haus gebracht, vermehren sie sich sehr schnell. Wir fragen Jeanette Koepsel, Berliner Tierärztin, wie man die Plage schnell und rückstandslos wieder los wird und wie man sein Tier vor Flohbefall schützen kann.
Wenn sich Katzen kratzen, könnten lästige Krabbeltiere schuld sein. Der Katzenfloh vermehrt sich rasant, 20 bis 30 Eier legt er pro Tag. Doch nur fünf Prozent der Flöhe bleiben auf der Katze, die restlichen 95 Prozent verteilen sich in der Wohnung und springen gern über auf Mensch oder Hund.
Sind Katzenflöhe erst einmal auf dem Tier und in der Wohnung, ist ihnen nicht so leicht beizukommen, denn "Ctenocephalides Felis" ist äußerst hartnäckig. Manche Tierhalter versuchen es mit alten Hausmitteln, doch wirklich effektiv ist wohl nur der Gang zum Tierarzt. Er untersucht zuerst das Fell von Katze oder Hund auf Reste von Flohkot. Die winzigen Katzenflöhe selbst kann auch er kaum mit bloßem Auge identifizieren. Er entnimmt Haarproben, gibt eine Lösung dazu und verreibt das Ganze. Tritt dann Blut aus, ist das der Beweis: hier waren Blutsauger am Werk.
Katzen und Hunde sollten regelmäßig auf Flöhe hin untersucht werden. Dazu eignet sich besonders die Badewanne. Die Schlaf- und Liegeplätze der Haustiere sind regelmäßig zu säubern und mit dem Staubsauger abzusaugen, um die Entwicklung der Flohlarven zu unterbinden.
Vor jeder Bekämpfungsaktion sollte man durch einen Fachmann die Flohart exakt bestimmen lassen. Der Tierarzt kann verschiedene Spot-on-Präparate oder Flohhalsbänder empfehlen.
Nicht-chemische Maßnahmen:
• Teppiche, Dielen, Polstermöbel, Matratzen sowie schlecht zugängliche
Bereiche viermal täglich absaugen;
• dabei besonderes Augenmerk auf den Fußbodenschwellenbereich und
vorhandene Dielenritzen richten,
• Temperaturen über 50 Grad töten Larven in Betten, Decken und Polstern
ab.
• Schlafstellen von Mensch und Tier säubern, ausklopfen, und falls möglich,
die Tierschlafstelle erneuern.
• Teppiche und Brücken klopfen, soweit möglich, aufnehmen und sonnen.
• Fußabtreter und Matten ausschütteln.
• Leibwäsche vor der Bettruhe nicht auf dem Fußboden und nicht in der
Nähe des Schlafplatzes der Tiere, sondern stets auf einem vom Tier
nicht benutzten Stuhl lagern.
Beitrag von Susanne Kallenbach











